Museum der Deutschen Binnenschifffahrt zeigt historische Dokumentarfilme

Miriam Lengkeit
Die 1. Ruhrorter Filmnacht: Gezeigt werden alte Filme über die Binnenschifffahrt, die im Archiv des Museum lagern. Im Foto: Museumsleiter Dr. Bernhard Weber mit einer alten Filmrolle Foto: Stephan Eickershoff/WAZFotoPool
Die 1. Ruhrorter Filmnacht: Gezeigt werden alte Filme über die Binnenschifffahrt, die im Archiv des Museum lagern. Im Foto: Museumsleiter Dr. Bernhard Weber mit einer alten Filmrolle Foto: Stephan Eickershoff/WAZFotoPool
Foto: WAZFotoPool
Die erste Ruhrorter Filmnacht stand unter dem Motto „Alte Filme neu erleben“. Gezeigt wurden historische Dokumentarfilme, Werbefilme von Reedereien und der Kurzfilm „der alte am strom“.

Duisburg. Da wurde manch altem Bootsmann ganz warm ums Herz: Am vergangenen Freitag veranstaltete das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt im hauseigenen Restaurant „Schiffchen“ die erste Ruhrorter Filmnacht. Unter dem Motto „Alte Filme neu erleben“ zeigten die Veranstalter historische Dokumentarfilme über die Rheinschifffahrt sowie Werbefilme von Reedereien aus den 1970er Jahren.

Der Abend war Teil einer aufwendigen Digitalisierungs-Kampagne des Museums, in deren Verlauf teils uraltes Filmmaterial auf zeitgemäße Medien gepresst wird. Bereits die Hälfte von insgesamt 40 Filmrollen aus dem Archiv des Museums konnte mit Hilfe eines höchst komplizierten und kostspieligen Verfahrens für die Ewigkeit konserviert werden. „Einige Filme begannen bereits zu verblassen und für manche gab es gar keine Abspielgeräte mehr“, erklärte Frank Wittig, Vorstand der Fördergesellschaft des Museums.

h

Dass einige Filme nun erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert wurden, geschah laut Museumsleiter Dr. Bernhard Weber aus gleich zwei Gründen. „Zum einen möchten wir den Menschen mit unseren Schätzen eine Freude machen, ganz egal ob sie beruflich mit der Schifffahrt verbunden sind oder nicht. Zum anderen hoffen wir auf das geballte Wissen zahlreicher Zeitzeugen, denn das hier gezeigte Filmmaterial ist noch nicht annähernd inhaltlich erschlossen.“ Damit die rund 120 Gäste ihre Erinnerungen und Hinweise während des Zuschauens festhalten konnten, waren die Tische mit Schreibmaterial ausgestattet. Zwischen den Filmepisoden fanden außerdem Pausen statt, in denen die Besucher ihre Vermutungen zu gezeigten Personen oder Orten diskutieren konnten.

Zwar konnte der Enkel des Protagonisten aus dem nostalgisch anmutenden Kurzfilm „Der Alte am Strom“ unter den Gästen nicht ausfindig gemacht werden. Dem Erfolg dieser interaktiven Spurensuche tat das jedoch keinen Abbruch.