MRT schwebt ein

Das Klinikum Duisburg erhält ein neus MRT. Foto: Daniel Elke / WAZ FotoPool
Das Klinikum Duisburg erhält ein neus MRT. Foto: Daniel Elke / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool
Das Klinikum Duisburg hat für 1,4 Mio Euro einen neuen Computertomographen angeschafft. Er soll die Untersuchungszeit für Patienten deutlich verkürzen.

Duisburg-Wedau. 5,5 Tonnen schwer, 1,4 Millionen Euro teuer und auf dem technisch neuesten Stand: Am Dienstagmorgen schwebte der neue Computertomograph (MRT) „Magnetom Area“ der Firma Siemens mit Hilfe eines riesigen Krans in die Räumlichkeiten des Klinikum Duisburg, nachdem das Hightech-Gerät über Nacht von einem speziell luftgefederten LKW angeliefert worden war.

Ein Computertomograph bietet hochauflösende Bilder aus dem Inneren des Körpers, Querschnittbilder der Organe ermöglichen Radiologen eine genaue Diagnostik. „Das Gerät ist zur Zeit das Beste, was man auf dem Weltmarkt bekommen kann. Sowohl was die Qualität als auch die Geschwindigkeit der Diagnostik angeht“, schwärmt Ralf Raabe, Vertriebsingenieur von Siemens, der das Projekt begleitet hat, schon von Berufs wegen. Schon der Umbau des Behandlungsraums kostete 100.000 Euro. Er musste hermetisch abgeriegelt werden.

Patienten entlasten

Auch Prof. Friedhelm Brassel, Chefarzt der Radiologie, zeigt sich zufrieden. „Das ist für die Klinik ein großer Schritt nach vorne. Vor allem für unsere Patienten bedeutet der neue MRT eine starke Entlastung.“

Das Klinikum verfügt zwar schon über einen Computertomographen, doch das neue Gerät bringt entscheidende Vorteile mit sich. Mit einer 70 cm großen Öffnung sollen nun auch stämmigere Patienten untersucht werden können. Menschen, die unter Platzangst leiden, werden ebenfalls entlastet.

Außerdem wird der Komfort für bettlägerige Patienten deutlich verbessert und vor allem wird die Behandlungszeit, durch den starken Magneten im Inneren des Geräts, auf ein Drittel des alten MRTs minimiert. Mehr als 40 Patienten täglich, statt bisher 20, sollen so in Zukunft untersucht werden.

Die Investitionssumme, die sich samt Umbaumaßnahmen und Transport auf circa zwei Millionen Euro beläuft, sieht Geschäftsführer Dr. Jan Schlenker daher gut angelegt. „Die Investition war uns ein wichtiges Anliegen. Wir sind froh, dass wir die Kosten aus eigenen Mitteln aufbringen konnten.“

 
 

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