Duisburg

Mord-Prozess in Duisburg: Mann (48) erstickt eigene Mutter qualvoll – aus diesem niederträchtigen Grund

 Der Angeklagte unterhält sich im Gerichtssaal mit seinem Verteidiger Christian Preußler.
Der Angeklagte unterhält sich im Gerichtssaal mit seinem Verteidiger Christian Preußler.
Foto: dpa

Duisburg. Die Staatsanwaltschaft verliest am Dienstagmittag in Duisburg eine Anklageschrift, die Zuhörern das Blut in den Adern gefrieren lässt. Thomas F. soll seine eigene Mutter mit einem Kissen und einer Plastiktüte schmerzhaft erstickt haben. Der Duisburger soll dabei aus einem besonders niederträchtigen Motiv heraus gehandelt haben. Es ging ihm ums Geld.

Duisburger (48) zieht nach Zwangsräumung zu seiner Mutter

Der 48-jährige Thomas F. aus Duisburg ist im Januar 2018 zu seiner Mutter gezogen. Der Grund dafür war eine Zwangsräumung seiner Wohnung. Ihm blieb also nichts anderes übrig als zu seiner Mutter zu ziehen.

Die 74-Jährige soll es sich am 2. Januar 2019 nichtsahnend auf einem Schlafsofa bequem gemacht haben. Ihr Sohn Thomas F. soll an diesem Abend heimtückisch geplant haben, das Leben seiner Mutter zu beenden.

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Einer seiner Hauptgründe: Thomas F. ist der Begünstigte der Lebensversicherung der 74-Jährigen, die sich auf 4000 Euro beläuft. Die Staatsanwaltschaft in Duisburg wirft Thomas F. nun vor, den Mord wegen seiner Geldsorgen an diesem Abend nicht nur hinterrücks geplant, sondern auch durchgezogen zu haben.

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Als die Mutter sich also auf ihre Schlafcouch legte, soll Thomas F. gewartet haben, bis sie eingeschlafen war. Der 48-jährige Angeklagte hatte ein Kissen mit einer Plastiktüte so präpariert, dass seine Mutter wohl keine Chance gehabt hat, sich lange zu wehren. Er soll das Kissen solange auf das Gesicht seiner Mutter gedrückt haben, bis sie sich nicht mehr bewegt hat, so die Anklage. Die Mutter des 48-Jährigen ist auf diese Weise zwar nach kurzer Zeit verstorben, aber während der Tat qualvoll erstickt.

Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Mord aus Habgier und Heimtücke vor

Nur zwei Tage nach dem heimtückischen Mord, hat der Angeklagte 250 Euro vom Konto seiner Mutter abgehoben. Diese Tat verstärkt den Vorwurf der Habgier an den Angeklagten.

Der Vorsitzende Richter Plein hat am Mittwoch für den Mordprozess fünf Verhandlungstage angesetzt. Die Anklage lautet auf Mord aus Habgier und Heimtücke. Schon am Donnerstag soll es weitergehen. Dann wird zunächst ein medizinischer Sachverständiger als Zeuge aussagen, der die 74-jährige Mutter des Angeklagten nach der Tat untersucht hat.

 
 

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