Duisburg

Mit Video: Demonstration für Schülerin Bivsi in Duisburg - warum die Demonstranten plötzlich „Nazis raus“ riefen

700 Duisburger demonstrieren für Rückkehr von Bivsi

Duisburg: Vor zwei Wochen wurde die 14-jährige Bivsi mit ihren Eltern nach Nepal abgeschoben. Mitschüler und Freunde sind am Montag auf die Straße gegangen, um für eine Rückkehr des Mädchens zu demostrieren.

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  • Demonstranten trafen sich in Duisburg, um sich für die abgeschobene Schülerin Bivsi einzusetzen
  • Auch Oberbürgermeister Sören Link war mit dabei
  • Plötzlich wurde gerufen „Nazis raus“, weil ein Mitarbeiter eines Hetzmagazins in der Menge erkannt worden war

Duisburg. Mehrere hundert Freunde, Schüler und Lehrer haben sich Montagnachmittag am Steinbart-Gymnasium getroffen, um sich für Gerechtigkeit einzusetzen. Sie kämpfen dafür, dass die Duisburgerin Bivsi (15), die nach Nepal abgeschoben wurde, wieder zurück nach Duisburg darf. An der Demonstration beteiligten sich auch Mitglieder der autonomen Gruppe „Antifa“.

Dabei riefen sie immer wieder: „Bring back Bivsi“. Plötzlich waren aber auch andere Sprechchöre zu hören. „Nazis raus“, wurde dann gerufen. Oder auch „hau ab, hau ab“. Der Grund: In der Menge war offenbar plötzlich ein Mitarbeiter des Hetzblogs „PI-News“ aufgetaucht und von den Demonstranten erkannt worden.

Link: „Abschiebung war rechtmäßig“

Die Demonstranten zogen vom Steinbart-Gymnasium in die Innenstadt, wo auch Oberbürgermeister Sören Link zu Wort kam. Er sagte: die Abschiebung sei rechtmäßig gewesen. „Aber das kann uns nicht zufriedenstellen. Wir werden alles dafür tun, um Bivsi zurückzubringen.“ Gleichzeitig sagte er aber auch, dass er das nicht versprechen könne. „Die Stadt Duisburg kann das nicht allein entscheiden.“ Er wolle sich in dem Fall an die Behörden wenden.

Link sagte, es sei ein Skandal, dass ein Mädchen in Deutschland geboren werde, um dann in ein Land abgeschoben zu werden, in dem sie nie war. Das müsse in Berlin geändert werden. (km/jp)

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