Mit dem Fahrrad von Duisburg bis zur Nordsee

Initiator Thomas Kaiser (l.) und Andree Schäfer fahren auch mit.
Initiator Thomas Kaiser (l.) und Andree Schäfer fahren auch mit.
Foto: privat
Bei der „Ruhr to North Sea Challenge“ können Hobby-Sportler an einem Tag 301 Kilometer auf dem Drahtesel zurücklegen. 300 Teilnehmer können mitmachen

Duisburg. An einem Tag von Duisburg bis an die Nordsee. Das ist eigentlich kein Problem. Mit dem Auto geht das ruck zuck. Ebenso mit dem Zug – wenn nicht gerade ein Sturm die Strecke unbefahrbar macht. Doch mit dem Fahrrad? Da muss man schon ziemlich fit sein und einen starken Willen haben. Jeder Hobby-Sportler der glaubt, die 301 Kilometer lange Strecke vom Sportpark Wedau bis nach Bensersiel bewältigen zu können, darf es an Fronleichnam, Donnerstag, 19. Juni, bei der „Ruhr to North Sea Challenge“ versuchen.

Da auch geübte Radler eine ganze Weile brauchen dürften, geht es bereits um 4.30 Uhr in der Früh los. Die Ankunft im hohen Norden ist zwischen 16 und 22 Uhr geplant – je nachdem wie schnell die Teilnehmer in die Pedale treten.

Teilnehmer müssen Smartphone-App installieren

Die Idee zu der Tour, an der bis zu 300 Radler teilnehmen können, hatte Thomas Kaiser, Professor an der Universität Duisburg-Essen und Leiter des Lehrstuhls Digitale Signalverarbeitung Ingenieurwissenschaften. Er bereitet sich auf die Tour vor, indem er jeden Tag 15 Kilometer zur Arbeit mit dem Fahrrad fährt. 301 Kilometer sind aber eine ganze andere Liga. Trotzdem glaubt er, dass die Strecke auch für Hobby-Radler geeignet ist: „Eigentlich geht es ja immer nur bergab“, sagt Kaiser und ergänzt: „Auch ist die Tour ausnahmslos gepflastert – jeder sportliche Radler kann es schaffen.“ Die Route führt zunächst an Oberhausen und Dinslaken vorbei. Dann geht es entlang vieler Felder und Weiden in Richtung Schermbeck. Zwischenstationen auf dem Weg zum Meer sind Leer und Rhede.

Da jeder Teilnehmer in einem anderen Rhythmus fährt, ist es nicht geplant, dass alle stets zusammen bleiben. Damit jeder den Weg findet, müssen die Teilnehmer Smartphones mit entsprechenden Navigations-Apps einsetzen. Die Teilnehmer erhalten außerdem die ganze Fahrt über Streckeninfos per E-Mail. Bei Bedarf gibt es außerdem auch eine 80-seitige straßengenaue Routenbeschreibung.

Rückreise mit dem Bus

Nach der Tour und einer kurzen Entspannung mit Blick auf das Meer, geht es für alle, die möchten, mit dem Bus zurück. Die Radler können ihre Rückreise jedoch auch selbst organisieren und beispielsweise mit der Bahn fahren. Wer zurück auf dem Drahtesel radeln möchte, hat auch dazu Gelegenheit. Allerdings empfiehlt es sich, eine Nacht an der Nordsee zu schlafen.

 
 

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