Minister dementiert Absprachen mit Versicherung wegen Loveparade-Entschädigung

Duisburg/Düsseldorf. Innenminister Ralf Jäger (SPD) hat den Vorwurf heimlicher Absprachen im Zusammenhang mit möglichen Entschädigungszahlungen für Opfer der Duisburger Loveparade-Katastrophe zurückgewiesen.

Das Land sei „keinerlei Vereinbarung“ mit einer Versicherung eingegangen, sagte Jäger am Donnerstag im Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags. Damit dementierte der SPD-Politiker Medienberichte über einen Gesprächsvermerk, wonach die NRW-Landesregierung in Sachen Loveparade mit einer Anklage „gegen einen Polizisten“ rechnen und einen „Einmalbetrag“ an die Axa-Versicherung zahlen wolle.

Die Landesregierung räumte lediglich Gesprächskontakte mit der Versicherung ein. Jäger betonte, das Land habe nach dem Unglück mit 21 Toten den Überlebenden und Hinterbliebenen schnell und unbürokratisch geholfen. Das Land gehe nicht von einer Anklage gegen den Polizei-Einsatzleiter aus. Deshalb müsse man auch keine Vorkehrungen für Entschädigungszahlungen treffen.(dapd)