Michael Rubinstein kandidiert für OB-Posten in Duisburg

Michael Rubinstein bewirbt sich als parteiloser Kandidat um das OB-Amt in Duisburg. Unterstützt wird der Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde von dem Mit-Initiator des Abwahlverfahrens, Werner Hüsken.
Michael Rubinstein bewirbt sich als parteiloser Kandidat um das OB-Amt in Duisburg. Unterstützt wird der Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde von dem Mit-Initiator des Abwahlverfahrens, Werner Hüsken.
Foto: Jakob Studnar
Bisher hatte sich Michael Rubinstein nur die Option freigehalten, Dienstag hat der Chef der Jüdischen Gemeinde offiziell verkündet: „Ich werde kandidieren“. Die Liste an Bewerbern für die OB-Neuwahl am 17. Juni wird damit um einen parteilosen Kandidaten reicher.

Duisburg. Michael Rubinstein, Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde, gab am Dienstag seine Kandidatur für das Amt des Oberbürgermeisters bekannt. Werner Hüsken, Mit-Initiator des Abwahlverfahrens und Vorstand der Bürgerinitiative „Neuanfang für Duisburg e.V.“ erklärte, Rubinsteins Wahlkampf nach Kräften zu unterstützen.

Hüsken und Rubinstein sind eigenen Angaben nach zu der Auffassung gelangt, dass die seit der Loveparade-Katastrophe in Duisburg so deutlich gewordene Zerrissenheit der Stadt nur mit einem überparteilichen Oberbürgermeister überwunden werden könne.

Gespräche angeboten

Deshalb stelle sich mit Michael Rubinstein für die Wahl am 17. Juni ein parteiloser Kandidat zur Wahl. „Die Leute sind sehr enttäuscht darüber“, so Hüsken, „dass die Parteien nach erfolgter Abwahl wieder zur Tagesordnung übergehen wollen, so als sei nichts gewesen.“ Rubinstein will nach Ostern „Orientierungsmarken eines Neuanfangs für Duisburg“ vorlegen. Für seine Bewerbung benötigt er 370 Unterstützerunterschriften.

Dass er bereit stünde, hatte Rubinstein früh signalisiert und dies nach dem Scheitern des Bündnisses zur Suche eines Konsenskandidaten noch einmal bekräftigt. „Ich habe allen Parteien Gespräche angeboten“, sagt Rubinstein. Allerdings haben die meisten Parteien bereits eigene Bewerber ins Rennen geschickt. Mit der FDP steht das Gespräch noch aus.

 
 

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