Mehrheit im Duisburger Stadtrat will das Outlet Center

Das Outlet Center soll am Standort der ehemaligen Rhein-Ruhr-Halle entstehen. Auch das alte Hamborner Stadtbad soll eingebunden werden in den Komplex.
Das Outlet Center soll am Standort der ehemaligen Rhein-Ruhr-Halle entstehen. Auch das alte Hamborner Stadtbad soll eingebunden werden in den Komplex.
Foto: Hans Blossey
Die Stadt Duisburg hält weiter an den Plänen für das Factory Outlet Center in Hamborn fest. Mit großer Mehrheit haben die Fraktionen im Stadtrat sich für eine Fortführung des Vertrages mit dem Projektentwickler entschieden. Der will 2015 am alten Rhein-Ruhr-Bad mit den Bauarbeiten beginnen.

Duisburg. Mit großer Mehrheit hat der Duisburger Rat am Montagabend in nicht öffentlicher Sitzung die Fortsetzung des FOC-Projektes entschieden. Wie erwartet hatten die Vertreter von SPD, CDU, FDP und Junges Duisburg/DAL sich für das Factory Outlet Center in Hamborn ausgesprochen, allerdings gekoppelt an strenge Zeitvorgaben und verbunden mit einem Rücktrittsrecht der Stadt vom Grundstücksvertrag. Grüne, Pro NRW, AfD, NPD und PSL stimmten dagegen, die Linken enthielten sich. Bereits am Nachmittag wurde in der Ratssitzung schon der politische Beirat für das nicht unumstrittene Outlet-Center gewählt.

Der neue Geschäftsführer will im kommenden Jahr mit dem Bau beginnen. Anfang Oktober präsentiert Douvil das Outlet auch auf der Immobilienmesse Expo Real in München. Hier hofft die Gesellschaft auch genügend Miet-Interessenten für ihr Duisburger Projekt zu finden. Erstmalig vorgestellt worden war das FOC im November 2011, der ursprüngliche Zeitplan sah vor, dass der erste Teil zwei Jahre später, im Oktober 2013, öffnet.

Im Vorfeld der Entscheidung hatten auch die Bewohner der Zinkhüttensiedlung am Rathaus gegen das Outlet-Center demonstriert. Zuletzt hatte ein Immobilienexperte erneut vorgeschlagen, mit einem Sanierungsplan Platz für ein Outlet Center in der Duisburger Altstadt zu schaffen. Auch der Architekt Walter Brune, der innerstädtische Einkaufszentren wie die „Kö-Galerie“ und die „Schadow-Arkaden“ in Düsseldorf geplant hat, sprach sich bereits gegen Projekte auf der grünen Wiese aus. (we)

 
 

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