Medaille für Lamya Kaddor im Kanzleramt

Lamya Kaddor wurde in Berlin ausgezeichnet. Foto: Bernd Lauter
Lamya Kaddor wurde in Berlin ausgezeichnet. Foto: Bernd Lauter
Foto: WAZ FotoPool

Duisburg. Ihre Eltern stammen aus Syrien, ihre Heimat ist Duisburg, bekannt wurde Lamya Kaddor jedoch als Dinslakener Lehrerin. Seit 2003 unterrichtet sie im Schulversuch „Islamkunde in deutscher Sprache“ und in dieser Funktion gab es bereits einige Fernsehberichte über die 33-Jährige.

Am Mittwoch wurde Lamya Kaddor von der Staatsministerin Maria Böhmer im Bundeskanzleramt geehrt: für ihren „beruflichen und ehrenamtlichen Einsatz für eine der freiheitlich demokratischen Grundordnung angemesse Ausübung des Islam in Deutschland“. Lamya Kaddor ist eine von acht Trägerinnen der Integrationsmedaille.

Weitere Gründe, warum die Wahl auf sie fiel, sind ihre ehrenamtliche Mitgliedschaft in zahlreichen Dialogkreisen und Foren mit dem Ziel, liberale und vereinsunabhängige Muslime zu vernetzen. Seit Mai 2010 ist Kaddor erste Vorsitzende des Liberal-Islamischen-Bundes e.V.

Erstes deutschsprachiges Schulbuch für islamischen Religionsunterricht

Veröffentlicht hat Kaddor unter anderem einen „Koran für Kinder und Erwachsene“ sowie das erste deutschsprachige Schulbuch für einen islamischen Religionsunterricht „Saphir“. Aktuell schreibt sie mit Michael Rubinstein, dem Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Duisburg/Mülheim/Oberhausen, ein Buch über muslimische und jüdische Klischees.

Weitere Infos: www.lamya-kaddor.de

 
 

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