Markus Krebs - Stimmung wie im Stadion

Am Freitag trat der Duisburger Comedian Markus Krebs in der ausverkauften Duisburger Mercatorhalle auf, dabei wird seine erste Live-CD mit Publikum aufgezeichnet. Bild zeigt Comedian Markus Krebs.
Am Freitag trat der Duisburger Comedian Markus Krebs in der ausverkauften Duisburger Mercatorhalle auf, dabei wird seine erste Live-CD mit Publikum aufgezeichnet. Bild zeigt Comedian Markus Krebs.
Foto: WAZ FotoPool

Duisburg.. Einen Hehl um seine Vergangenheit als Hooligan hat Comedy-Newcomer Markus Krebs nie gemacht. Und vergessen hat er diesen Teil seines Lebens mitnichten.

Noch immer ist Krebs glühender MSV-Fan, auch wenn er seine Schlachten mittlerweile mit Bravour als Comedian auf der großen Bühne schlägt. Trotzdem – die Stimmung bei seinem Auftritt in Duisburg vor rund 1500 Zuschauern in der Mercatorhalle hatte dann doch etwas von Stadion-Atmosphäre.

Krebs liebt seine Stadt

Breitbeinig sitzt er auf einem Barhocker, die „Ruhrpott“-Wollmütze ist tief in die Stirn gezogen, eine dunkle Sonnenbrille verdeckt seine Augen – Markus Krebs ist eben ein harter Kerl. Und ein waschechter, stolzer Duisburger. „Das muss man sich mal vorstellen: Der klügste Deutsche kommt aus Duisburg. Die Frau, die die schärfste Currywurst der Welt essen kann, kommt aus Duisburg. Fehlt nur noch ‘ne scharfe Ische für die Topmodels und ein Bauer aus Serm, der die heiratet.“

Krebs liebt seine Stadt, sagt er, er fühlt sich wohl hier. „Und wenn jemand bei mir einbricht, dann kenn ich den sowieso.“ Mit derbem Humor verzückt der Gewinner des „RTL Comedy Grand Prix“ seine Fans, bringt sie mit ebenso plattem wie genialem Wortwitz zum Lachen. „Ich war letztens auf der Bank. Also bei uns im Park. Und habe die Tauben gefüttert“, erzählt er. „Bis ich Ärger mit dem Parkwächter bekommen habe, der meinte, ich soll die armen Gehörlosen in Ruhe lassen.“

Herrliche Doppeldeutigkeiten

„Literatur unter Betäubung“ heißt sein erstes Live-Programm, in dem Krebs mit Offenheit und Selbstironie punktet. „Letztens hat mich jemand auf der Straße erkannt und meinte, ich wäre total klasse, ich komme total autistisch ‘rüber.“ Gelassen kommentiert er seine plötzliche Bekanntheit: „Ich bleibe auf dem Teppich, auch wenn’s ein roter ist“, witzelt Krebs.

Toll sind seine Geschichten über seine alte WG („Wir gammeln“), herrlich seine Doppeldeutigkeiten („Da habe ich die Küche zu schnell geputzt und wurde geblitzt – Lappen weg“). Doch das Programm hat auch langatmige Momente, zweieinhalb Stunden sind einen Tick zu hoch angesetzt für den Newcomer. Sein Publikum ist trotzdem bester Laune, als Krebs im MSV-Trikot auf die Bühne kommt und einer seiner Kumpel seiner Freundin einen Heiratsantrag macht.

In alter Fußball-Tradition kam das Beste zum Schluss: Bis in die Nacht feierte Krebs mit Fans und Freunden auf der Aftershow-Party – eine friedliche „dritte Halbzeit“.

 
 

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