Duisburg

Mann ersticht Duisburgerin auf offener Straße, weil ihn angeblich 99 Menschen verfolgten

Kathrin Migenda
Beamte der Spurensicherung untersuchen den Tatort nach dem tödlichen Messerangriff auf eine Frau.
Beamte der Spurensicherung untersuchen den Tatort nach dem tödlichen Messerangriff auf eine Frau.
Foto: Stephan Eickershoff / FUNKE Foto Services
  • Im Februar soll ein Mann eine Duisburgerin auf offener Straße erstochen haben
  • Sie wurde mit 23 Messerstichen getötet
  • Der Angeklagte ist verwirrt, gilt als schuldunfähig

Duisburg. Er soll psychisch krank sein, kann sich nicht an die Tat erinnern. Der 38-Jährige, der jetzt in Duisburg auf der Anklagebank sitzt, schweigt.

Er soll am 24. Februar 2017 in Duisburg auf offener Straße eine ihm völlig unbekannte Frau (61) erstochen haben. 23 Mal stach er auf die Frau ein.

Angeklagter gilt als schuldunfähig

Für die Frau kam jede Hilfe zu spät. Zum Prozessauftakt hatte sich der 38-Jährige am Dienstag nicht zu den Vorwürfen geäußert. Einem Psychiater sagte er zuvor, dass er keine Erinnerung an die Tat habe.

Am zweiten Prozesstag berichten Polizeibeamte die den Mann nach der Tat im Krankenhaus verhörten, wie verwirrt er an diesem Tag wirkte.

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Ein Zeuge sagt: „Er sprach davon, dass der Tattag der Tag der 99 war.“ Damit meinte er, dass an diesem Tag 99 Menschen hinter ihm her gewesen seien.

Um sich zu verteidigen, habe er ein Messer aus seiner Wohnung geholt. Danach habe er die Frau auf der Straße getroffen.

„Zur falschen Zeit am falschen Ort“

Sie gehörte aber nicht zu den 99 Menschen. Trotzdem erstach er die ihm unbekannte Frau auf einem Parkplatz in der Nähe seiner Wohnung.

Der Angeklagte soll bei seiner Anhörung gesagt haben: „Die Frau war einfach zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort.“

Der Duisburger gilt als schuldunfähig. Statt einer Haftstrafe droht ihm die unbefristete Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie.