Mahnungen an Politik und Wirtschaft

Wie kann Deutschlands Erfolg und Wohlstand auch in Zukunft gesichert werden? Das neue Buch „Das Deutschland-Prinzip“ gibt Antworten. Zu den 178 Autoren gehören zwei namhafte Repräsentanten der heimischen Wirtschaft: Wim Abbing, Vorstandschef des Unternehmerverbandes, und Ulrich Grillo, Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Industrie, Duisburger Unternehmer und Mitglied des Vorstandes des Unternehmerverbandes, der seinem Beitrag den Titel „Die Industrie – Garant für Wachstum und Wohlstand“ gegeben hat. Abbings Thema lautet: „Erfolg braucht Neugier und Tatendrang“.

Wim Abbing schreibt in seinem Beitrag, dass das Gütesiegel „Made in Germany“ Ergebnis harter Arbeit sei: „Die Generationen vor uns haben unter zum Teil äußerst schwierigen Bedingungen ihre Ziele verfolgt und ihr Leben gemeistert. Heute aber genießen wir einen Lebensstandard, der nur noch wenige Wünsche offen lässt.“

Abbing sieht daraus resultierend einen Verlust an Kreativität und ökonomischen Veränderungswillen, denn nichts treibe so stark einen Veränderungsprozess an wie die Aussicht auf Verbesserungen. Der Wunsch nach Veränderungen im Arbeitsleben sei aktuell zu stark sozialpolitisch motiviert, um „gefühlte Ungerechtigkeiten“ zu reduzieren. Im Ergebnis aber verkomplizierten und verteuerten solche Maßnahmen die geleistete Arbeit und schwächten die Position Deutschlands im weltweiten Wettbewerb.

Doch Abbing nimmt auch die Unternehmer selbst in die Pflicht. Heute erlebe man in der Unternehmerschaft ein schwindendes Gemeinschaftsgefühl. „Wir dürfen uns in einer Phase anhaltenden Erfolgs nicht satt zurücklehnen“, fordert Abbing.

Auch Grillo mahnt, dass eine erfolgreiche Zukunft kein Selbstläufer sei. „Der frühere Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen hat einmal gesagt, die größten Fehler würden gemacht, wenn es einem gut geht. Das muss uns bewusst sein – in den Unternehmen und in der Politik“, so Grillo