Duisburg

Magische Anziehungskraft auf Filmemacher? Darum ist Duisburg die Filmstadt im Revier

Die Tatorte mit Horst Schimanski sind Kult.
Die Tatorte mit Horst Schimanski sind Kult.
Foto: DPA
  • So schlecht kann Duisburgs Ruf gar nicht sein
  • Die Stadt scheint eine magische Anziehungskraft auf Filmproduzenten zu haben

Duisburg hat nicht den besten Ruf. Loveparade-Katastrophe, Ebay-Baby, Problemhäuser. Und trotzdem hat die Stadt am Rhein ihren ganz eigenen Reiz. Auch viele Filmproduzenten sehen das so.

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Schimmi hat sogar seine eigene Gasse

Sein Gammel-Outfit machte Schimmi zum Kult. Mit qualmender Zigarette und Kodderschnauze ermittelte Tatort-Kommissar Horst Schimanski (Götz George) jahrelang in Duisburg.

Noch vor seinem Tod entstand für Götz „Schimmi‟ George sogar die „Horst-Schimanski-Gasse“ an der Schifferbörse.

Duisburg hat mehr zu bieten als Schimmi

Aber nicht nur Schimmi kommt aus Duisburg. Sönke Wortmann drehte 2003 hier für „Das Wunder von Bern‟. Er mietete das Stadt-Theater und filmte im Casino Bliersheim auf dem alten Krupp-Gelände in Rheinhausen.

Und Regisseur Fatih Akin („Gegen die Wand“, „Soul Kitchen“) drehte einen Film über italienische Auswanderer in Duisburg. In dem Film „Solino“ spielte Moritz Bleibtreu in Hochfeld.

Geiseldrama von Gladbeck

Bei der ARD-Produktion zum Geiseldrama von Gladbeck kam die Duisburger Altstadt mit ihren Leerständen der Filmcrew entgegen.

Die leeren Schaufenster dekorierte die Crew im Sommer 2016 so um, dass Duisburg nicht wiederzuerkennen war. Aus Duisburg wurde Köln. Die Kölner Innenstadt für den Dreh zu sperren, war nicht möglich.

Warum gerade Duisburg?

Die Filmcrews müssen sparen. Sönke Wortmann sagte in einem Interview mit der WAZ: „Das Filmemachen kostet nun einmal viel Geld. Deshalb ist es am rationellsten, dort zu drehen, wo die Filmcrew wohnt. Da spart man zum Beispiel schon die Hotelkosten.‟

Duisburg ist nicht weit von Köln entfernt

„Ausschlaggebend für die Wahl Duisburgs als Drehort sind neben den Motiven sicherlich auch Kosten-Gründe: Duisburg liegt nicht weit von Köln, wo viele Produktionen ansässig sind“, sagt Susanne Kirches von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg.

Der Filmstab hat bis Duisburg nicht allzu weite Anfahrtswege, die Autobahnanbindung ist gut‟, so Susanne Kirches.

Duisburg ist günstig

Außerdem sagt sie, die Anmietung von Locations und Produktionsbüros sei erschwinglich.

Und: Duisburg ist seit 1998 Mitglied im Netzwerk der „Filmstädte NRW“ bei der Film- und Medienstiftung NRW.

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