Lückenschluss für Fahrradweg

Foto: Lars Fröhlich / WAZ FotoPool

Dellviertel/Hochfeld..  Duisburg wird ein bisschen fahrradfreundlicher. Die Entwicklungsgesellschaft Duisburg (EG DU) arbeitet an einem Radweg, der die Lücke zwischen Düsseldorfer Straße und Immendahl schließen wird. Ab voraussichtlich August kann man dann von der Düsseldorfer Straße bis zum Rheinpark radeln – und die Wanheimer Straße komplett umfahren. Das erste Stück bis zur Musfeldstraße ist bereits fertiggestellt – und wird auch schon eifrig genutzt.

„Sitzschiene“ mit Banken

1,8 Millionen Euro aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ werden in die rund 1,2 Kilometer lange Strecke investiert. 86 Prozent der Gelder kommen vom Bund und vom Land, den Rest trägt die Stadt. Entworfen hat den rund 3,50 Meter breiten Radweg, der gleichzeitig auch Platz für Rollatoren oder Mütter mit Kinderwagen schaffen soll, das Duisburger Planungsbüro „ST Freiraum“. Der Weg, der an der Kreuzung Düsseldorfer Straße/Ecke Kremer Straße beginnt, verläuft ein Stück parallel zur Straßenbahn. Früher fuhr über die Trasse eine Bahn, die die Stadtwerken regelmäßig mit Kohle belieferte. Als die Bahn und die Kohle nicht mehr gebraucht wurden, sicherte sich die Stadt das Grundstück, um irgendwann in einen neuen Weg zu investieren. Die alten Schienen liegen übrigens noch. Sie wurden mit Steinen verfüllt und sollen bald Platz für Bänke bieten. „Sitz-Schiene“ haben die Architekten diesen Abschnitt genannt. „Allerdings wird es noch etwas dauern, bis die Bänke tatsächlich stehen“, erklärt Claudia Christensen, Landschaftsarchitektin bei der Entwicklungsgesellschaft Duisburg. Wegen des langen Winters würden nun alle weiterbauen wollen – deshalb gebe es Schwierigkeiten mit den Betonlieferungen. Aktuell wird am hinteren Abschnitt zwischen Heerstraße und Immendahl gewerkelt. Hier müssen auch die Stadtwerke noch einmal ran und eventuell eine Leitung neu verlegen.

Langfristig soll der Weg nicht nur bis zum Immendahl führen, an den sich bereits eine vorhandene Radwegverbindung anschließt. Bis zur Werthauser Straße soll man fahren können – dazu müssen aber noch Gespräche mit Siemens geführt werden. „Wenn man in die andere Richtung denkt, dann soll über die A 59 eine Brücke gebaut werden. Dann ist man von der Stadt relativ schnell in Neudorf oder Wedau“, blickt Claudia Christensen voraus.

Schräg stehende Lampen sind zusätzlich ein Blickfang. Allerdings sind sie ein einfacheres Modell als zuletzt im Rheinpark verbaut wurde. Dort gab es Leuchten mit tellerartigen Schirmen – es dauerte nicht lange und die ersten wurde im Rheinpark kaputt geschmissen. „Daraus haben wir gelernt.“ Ein paar Poller müssen von den Radlern übrigens umfahren werden. „Das muss sein, sonst hätten wir die Autos hier stehen.“

 
 

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