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Stilles Gedenken an Loveparade-Opfer

24.07.2012 | 09:43 Uhr

Duisburg, 24.07.12: Mit einem Meer aus Kerzen haben Angehörige und Anwohner am Vorabend des zweiten Jahrestages der Loveparade-Katastrophe der 21 Todesopfer der Massenpanik gedacht. Für viele Augenzeugen ist das Geschehene noch immer unbegreiflich.

Noch immer scheint es für viele Betroffene kaum begreifbar wie es zu so einer Katastrophe kommen konnte. Vor zwei Jahren entstand hier in Duisburg während der Love Parade eine Massenpanik, 21 Menschen starben, viele weitere wurden verletzt. Am Montagabend, einen Tag vor der offiziellen Gedenkfeier, versammelten sich Angehörige und Anwohner an der Unglücksstelle, um der Opfer im Stillen zu gedenken. Vor der Rampe des Karl-Lehr-Tunnels, an der Besucher des Tanzspektakels ums Leben kamen, entzündeten sie Kerzen. Auch wenn zwei Jahre vergangen sind - vergessen können viele hier das Unglück nicht. O-Ton Anwohnerin: "Also, bei mir ist es immer noch so, als ich eben hier hin kam, mir haben einfach die Worte gefehlt und ein Stück Fassungslosigkeit war da." O-Ton Anwohnerin: "Das haben wir in 20 Jahren noch nicht verarbeitet. Nie. Das Thema hatten wir gerade. So lange wir leben verarbeiten wir das nicht mehr." Die Bürgerinitiative "Gegen das Vergessen LoPa 2010", die die Kerzen gesammelt und aufgestellt hat, setzt sich für eine würdige Gedenkstätte am Ort des Unglücks ein. Am Dienstag, dem eigentlichen Jahrestag des Unglücks, wird der Karl-Lehr-Tunnel mehrere Stunden lang für eine Trauerfeier der Angehörigen gesperrt. Am Abend findet eine zentrale Gedenkfeier mit NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft statt.

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