Duisburgs OB Sauerland bezeichnet Abwahl als "SPD-Wahlkampf"

Martin Krampitz
Neujahrsbegegnung der CDU Buchholz imm Gemeindesaal von St. Judas Thaddaeus,  Von links: Oberbuergermeister Adolf Sauerland, der CDU Kreisparteivorsitzende Thomas Mahlberg und der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Duisburg Hans Werner Tomalak.
Neujahrsbegegnung der CDU Buchholz imm Gemeindesaal von St. Judas Thaddaeus, Von links: Oberbuergermeister Adolf Sauerland, der CDU Kreisparteivorsitzende Thomas Mahlberg und der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Duisburg Hans Werner Tomalak.
Foto: WAZ FotoPool

Duisburg. Oberbürgermeister Adolf Sauerland lehnt nach wie vor die politische Verantwortung für die Katastrophe bei der Duisburger Loveparade mit 21 Toten und mehreren hundert Verletzten ab. „Die Loveparade wurde von 75 Kolleginnen und Kollegen im Rat beschlossen. Zumindest einer von denen, die das mit beschlossen haben, ist ein Wortführer der Abwahlinitiative“, sagte Adolf Sauerland in einer Rede bei der Neujahrsbegegnung der Buchholzer CDU.

Nicht nur die Abwahlbefürworter, auch ihre Gegner bringen sich in Stellung: Rund 200 Buchholzer Christdemokraten und Vereinsvertreter wollten Sauerland hören. Der OB redete 40 Minuten. Kämpferisch. „Politische Verantwortung für etwas, was man als Verwaltung tun muss, weil kein Entscheidungsspielraum da war, das gibt es doch wohl nicht“, stellte Sauerland fest. Dann fragte das Stadtoberhaupt rhetorisch: „Politische Verantwortung? Bei wem? Und von wem? Aber ich bin mir ziemlich sicher: Es wird nicht die Stadt Duisburg sein.“ Kräftiger Applaus.

Er habe immer gesagt: „Wenn im Bereich der Stadt Duisburg Fehler begangen wurden, die kausal zu der Katastrophe führten, trete ich sofort zurück“, so der OB weiter. Doch diese Entscheidung werde hierzulande immer noch von Gerichten getroffen, „aber nicht von Blogs, die lügen“.

Katastrophe von DuisburgDann griff Sauerland den politischen Gegner an: „Das Abwahlverfahren ist ein Wahlkampf der SPD. Sie versucht aus dieser Situation politisch Kapital zu schlagen.“ Doch er werde sich dem Votum der Bürger am 12. Februar stellen. Im engsten Führungskreis der CDU habe man „von Woche zu Woche geschworen: Wir machen weiter! Wir geben nicht auf, weil wir glauben, beweisen zu haben, das wir hier in Duisburg eine ehrliche und erfolgreiche Politik machen können.“ Obwohl er oft darüber nachgedacht habe, sei für ihn ein Rücktritt zu keinem Zeitpunkt in Frage gekommen, betonte Sauerland. Starker Applaus. Die Botschaft war klar: Der Wahlkampf ist voll entbrannt.