Loveparade:  Oberlandesgericht sieht Schadenersatz-Klagen skeptisch

Duisburg/Düsseldorf. Die Klagen auf Schadenersatz für Erlebnisse beim Loveparade-Unglück werden vom Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf skeptisch beurteilt. Es hatte über sieben Anträge auf Prozesskostenhilfe zu entscheiden. Nur in einem Fall gab es grünes Licht, so ein Gerichtssprecher am Dienstag.

Multimedia-SpezialGewährt wurde die finanzielle Unterstützung lediglich einer Frau, die in dem Gedränge bei der Katastrophe im Jahr 2010 in Duisburg bewusstlos wurde. Sie spürt noch heute die Folgen und hat bereits 25.000 Euro erhalten, verlangt aber darüber hinaus ein Schmerzensgeld von 15.000 Euro. Mit der gewährten Prozesskostenhilfe kann sie nun ihre Klage weiterverfolgen.

Anträge auf Prozesskostenhilfe abgelehnt

In fünf weiteren Fällen lehnte das Oberlandesgericht die Anträge ab und bestätigte damit die Entscheidungen der ersten Instanz. Das betrifft zum Beispiel die Klagen eines Mannes und einer Frau, die zwar damals Zeugen der Katastrophe, aber nicht unmittelbar betroffen waren. Ihre Klagen hätten keine Aussicht auf Erfolg, entschieden die Richter.

Ebenso wenig wie drei weitere Klagen, bei denen Verjährungsfristen überschritten wurden. Noch offen ist ein siebter Fall, weil das Landgericht als erste Instanz nach einem Verfahrensfehler noch einmal neu entscheiden muss.

 
 

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