Duisburg

Loveparade: Gutachten soll zeigen, dass Besucherstaus unterschätzt wurden

 Tausende Raver drängten sich am 24.07.2010 auf der Loveparade in und vor dem Tunnel in Duisburg.
Tausende Raver drängten sich am 24.07.2010 auf der Loveparade in und vor dem Tunnel in Duisburg.
Foto: dpa

Duisburg. Laut des neuen Gutachtens sollen die Planer der Loveparade schwere Fehler begangen haben. Das berichtet die „Rheinische Post“

In dem Gutachten werde der Verdacht bestätigt, dass massive Planungsfehler die Katastrophe mit 21 Toten und mehr als 650 Verletzten verursacht haben.

Besucherstaus wurden unterschätzt

Aus dem Gutachten soll hervorgehen, dass die Gefahr von Stockungen und eines Besucherstaus im Zugangstunnel zum Gelände unterschätzt worden sein sollen.

Die „Vereinzelungsanlagen" wären falsch konzipiert gewesen. Sie sollten die Besucherströme zum Gelände steuern. Aber die Anlagen seien nicht auf die erwarteten Besuchermengen ausgerichtet. Sie sollen teilweise gar nicht breit genug gewesen sein.

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Gerlach stützt mit Gutachten die Anklage

In dem ersten Teil des Gutachtens mit 2000 Seiten hat Sicherheitsexperte Jürgen Gerlach im Auftrag der Staatsanwaltschaft untersucht, welche Fehler die Verantwortlichen bei der Planung und Genehmigung der Loveparade im Vorfeld gemacht hatten.

Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass Gerlach die Anklage stütze. Allerdings war die Anklagebehörde am Freitag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

 
 

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