Duisburg

Gerichtsmediziner sagt im Loveparade-Prozess aus - so qualvoll mussten die Opfer sterben

Bei der Loveparade-Katastrophe wurden 21 Menschen erdrückt und mindestens 652 verletzt: Am Dienstag sagte ein Rechtsmediziner in Düsseldorf beim Prozess aus.
Bei der Loveparade-Katastrophe wurden 21 Menschen erdrückt und mindestens 652 verletzt: Am Dienstag sagte ein Rechtsmediziner in Düsseldorf beim Prozess aus.
Foto: dpa

Duisburg. Neue Aussagen eines Rechtsmediziners am Dienstag vor dem Duisburger Landgericht: Als einer der letzten Rechtsmediziner im Loveparade-Prozess sagte am Lars Althaus aus. Er gab dabei schockierende Einblicke in die letzten Minuten der Opfer.

„Kurz vor ihrem Tod noch bei vollem Bewusstsein“

Die Opfer der Loveparade-Katastrophe vor knapp acht Jahren sind im Gedränge erstickt. Kurz vor ihrem Tod sollen sie aber laut Althaus noch kurze Zeit bei vollem Bewusstsein gewesen sein.

Nach Angaben des Arztes erstickten alle neun von ihm nach dem Unglück obduzierten Menschen durch ein massives Zusammendrücken des Brustkorbs.

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Bewusstlosigkeit der Opfer erst nach einer halben bis einer Minute

Die Bewusstlosigkeit sei in allen Fällen vermutlich erst nach einer halben bis einer Minute eingetreten, der Tod nach drei bis fünf Minuten. Althaus war zum Zeitpunkt des Unglücks vor knapp acht Jahren der Leiter des Instituts für Rechtsmedizin im Duisburger Klinikum.

Heute leitet er die Rechtsmedizin von Curaçao in der Karibik. Der 50-Jährige war der vorerst letzte Rechtsmediziner, der im Prozess vernommen wurde.

Bei der Loveparade am 24. Juli 2010 in Duisburg gab es am einzigen Zu- und Abgang zum Veranstaltungsgelände ein so großes Gedränge, dass 21 Menschen erdrückt und mindestens 652 verletzt wurden. (dpa/mj)

 
 

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