Lohnen sich die Mehrkosten für die Biotonne überhaupt?

Je nach Stadt schwanken die Gebühren für die Biotonne erheblich. In Duisburg kann die Biotonne in drei verschiedenen Größen bestellt werden (80, 120 und 240 Liter) und wird alle 14 Tage geleert. Wer sie nur zur Gartensaison von April bis Dezember benötigt, zahlt für die 80-Liter-Tonne dann 55,50 Euro statt der Jahresgebühr von 74 Euro, bei einer 120-Liter-Tonne sind es 73,50 statt 98 Euro.

Die entscheidende Frage: Lohnen sich die Mehrkosten überhaupt? Wer einen großen Garten hat, wird froh sein, Laub und Baumschnitt nur bis vor die Haustür statt bis zur Deponie schleppen zu müssen. Alternativ können die Grünabfälle auch weiterhin zu den Recyclinghöfen gebracht werden — und das nach wie vor kostenlos. Wer keinen Garten hat, für den bleibt nur die Trennung der Küchenabfälle vom Hausmüll. Doch auch dieser Fall kann sich lohnen - muss aber individuell berechnet werden. Denn nach Angaben der Wirtschaftsbetriebe besteht fast die Hälfte des Hausmülls aus Bioabfällen. Wenn diese in eine gesonderte Tonne wandern, reduziert sich gleichzeitig die Restmüllmenge. So lässt sich beim Hausmüll sparen, denn die Biotonne ist erheblich günstiger als die Restmülltonne, laut Wirtschaftsbetrieben zahlen Hauseigentümer für das gleiche Volumen rund die Hälfte weniger. In vielen anderen Städten wird bei Nutzung einer Biotonne die rechnerische Menge für den Restmüll abgesenkt.

Bei Mehrfamilienhäusern sind Mieter ohnehin an die Entscheidung ihres Vermieters gebunden: Die Bestellung einer Biotonne bei den Wirtschaftsbetrieben (persönlich, schriftlich oder über ein Internet-Formular) kann nur über den Grundstückseigentümer erfolgen.

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