Lkw rast in Gegenverkehr - schwerer Unfall auf dem Ruhrdeich in Duisburg

Der Lkw war in den Gegenverkehr gefahren und landete schließlich an einem Baum. Schließlich stand das Fahrerhaus in Flammen. Die Feuerwehr erstickte die Flammen mit einem Schaumteppich.
Der Lkw war in den Gegenverkehr gefahren und landete schließlich an einem Baum. Schließlich stand das Fahrerhaus in Flammen. Die Feuerwehr erstickte die Flammen mit einem Schaumteppich.
Foto: Stephan Eickershoff
Schwerer Unfall auf dem Ruhrdeich in Duisburg. Dort war am Donnerstagmittag ein Lkw in den Gegenverkehr geraten und mit einem Kleinwagen zusammen gestoßen. Das Führerhaus des Lastwagens ging in Flammen auf. Der Ruhrdeich ist für die Spurensicherung bis wenigstens Mitternacht komplett gesperrt.

Duisburg.. Schwerer Verkehrsunfall am Ruhrdeich in Duisburg. Dort waren am Donnerstagmittag, nach 13 Uhr, ein Lkw und ein Pkw zusammen gestoßen. Das Führerhaus des Lastwagens, der zuvor in den Gegenverkehr geraten war, stand nach der Kollision auch in Flammen. Feuerwehr und Polizei rückten mit einem Großaufgebot aus, allein die Feuerwehr war mit zehn Fahrzeugen und 35 Mann im Einsatz. Auch der Rettungshubschrauber landete am Unfallort, hob aber wieder ohne Patient ab.

Führerhaus stand in Flammen - Feuerwehrmann rettete Fahrer

Nach ersten Informationen der Polizei, die Zeugen an der Unfallstelle befragt hatte, war der 50 Jahre alte Fahrer des mit Schüttgut beladenen Lkw in Richtung Mülheim unterwegs. Gegen 13.20 Uhr, er befand sich zu diesem Zeitpunkt in Höhe der Straße Werthacker, scherte der Kraftfahrer plötzlich nach links aus und geriet in den Gegenverkehr.

Dort stieß er zunächst mit dem Kleinwagen einer 26-Jährigen zusammen, die dem Lkw nicht mehr ausweichen konnte. Der Fiesta der Duisburgerin wurde durch die Kollision so stark deformiert, dass die Fahrerin eingeklemmt wurde. Der Lastwagen fuhr weiter und kam erst an einem Baum zum Stehen. Durch die Kollision riss wohl auch der Tank des Lkw auf, so dass Kraftstoff auslief, der sich auch prompt entzündete. Plötzlich stand das Führerhaus des Großfahrzeugs in Flammen.

Ein Berufsfeuerwehrmann (50), der in der Nachbarschaft wohnt, bemerkte den Unfall, eilte zum Ort des Geschehens und zog den offenbar bewusstlosen Fahrer aus der brennenden Fahrerkabine. Hierbei verletzte sich auch der Retter, er erlitt ebenfalls Brandwunden. „Das hat den Fahrer wohl vor dem sicheren Tod bewahrt“, erklärt Einsatzleiter Oliver Tittmann von der Feuerwehr. Mit schwersten großflächigen Verbrennungen wurde der lebensgefährlich verletzte 50-Jährige aus Bedburg-Hau zunächst vor Ort versorgt, später in die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik (BGU) gefahren. Sein Gesundheits-Zustand hatte sich auch am Abend noch nicht geändert.

26-Jährige ist außer Lebensgefahr

Ebenfalls sehr schwer verletzt wurde die 26-Jährige in dem Kleinwagen. 45 Minuten brauchte die Feuerwehr, um die Frau mit schwerem Rettungsgerät aus dem Wrack zu befreien. Ein Rettungswagen brachte die Duisburgerin ins Fahrner Krankenhaus, dort stellten die Ärzte am Nachmittag fest, dass die 26-Jährige trotz schwerer Knochenbrüche nicht mehr in Lebensgefahr schwebt.

Um den brennenden Lkw zu löschen legten die Feuerwehrleute einen großen Schaumteppich, der die Flammen ersticken sollte. Später entdeckten die Einsatzkräfte in dem ausgebrannten Führerhaus den Hund des Fahrers, der in den Flammen gestorben ist.

Obwohl die Unfallstelle bereits am späten Nachmittag weitestgehend geräumt war, musste der Ruhrdeich zwischen Emmericher Straße (Aakerfährbrücke) und Carl-Benz-Straße (Auffahrt Kreuz Kaiserberg) für die Spurensicherung und Vermessung der Unfallstelle bis wenigstens Mitternacht gesperrt bleiben. Wie es zu dem Unfall kam, steht bislang nicht fest.

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