Linken-Politiker Mirze Edis von zwei Bekannten brutal zusammengeschlagen

Sinat Sat, Martin Kleinwächter

Duisburg-Huckingen. Mirze Edis ist Opfer eines brutalen Angriffs geworden: Zwei ihm bekannte Männer, laut Edis Mitglieder der Grauen Wölfe, traten auf den Kommunalpolitiker (Die Linke) und HKM-Betriebsrat ein. Er musste mehrfach am Schädel operiert werden.

Mirze Edis (Linke), Bezirksvertreter Duisburg-Süd, ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag Opfer eines schweren Angriffs geworden. Zwei ihm bekannte junge Türken (22, 32 Jahre alt) haben den Lokalpolitiker in Duisburg-Hüttenheim zusammengeschlagen und ihm schwere Ver­letzungen an Kopf und Rippen zugefügt. Edis ist seither in stationärer Behandlung und wurde bereits mehrfach am Schädel operiert. Weitere Operationen stehen noch aus. Die Polizei hat ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Zu den Hintergründen kann sie jedoch noch nichts sagen.

„Mir geht es nicht besonders gut. Ich verstehe nicht, was da passiert ist“, sagt Edis. Seiner Aussage zufolge haben die beiden Männer, die wie er bei den Hüttenwerken Krupp-Mannesmann arbeiten sollen, wo Edis freigestellter Betriebsrat ist, Samstagnacht in Hochfeld auf der Straße gestanden und ihn an der Weiterfahrt gehindert. Als Edis daraufhin hupte, seien die Täter auf sein Auto zugekommen und hätten nach der Tür getreten. Nachdem Edis ausgestiegen war, stellten Täter und Opfer offenbar fest, dass sie sich kennen.

Eskalation in der Teestube

Die Situation, so Edis, hätte sich beruhigt und der Bezirksvertreter fuhr weiter. Scheinbar überlegten sich die beiden Männer es dann aber anders und folgten ihrem Opfer. Wenig später schnitten sie Edis den Weg ab und verprügelten ihn. Nach Angabe des Opfers haben die Männer auch nicht davor zurückgeschreckt, den am Boden liegenden Edis weiter mit Tritten gegen Kopf und Körper zu traktieren. Wie die Polizei Duisburg berichtet, soll sich das allerdings in einer Gaststätte, einer Teestube, in Hüttenheim abgespielt haben.

Mirze Edis kann sich indes nicht erklären, was die Männer zu dieser Tat bewegt haben könnte: „Wir hatten eigentlich nie Probleme miteinander. Vielleicht stecken politische Gründe dahinter. Die Täter gehören den Grauen Wölfen an.“