Ligalizenz für den MSV Duisburg ist das Wunder von der Wedau

Ingo Blazejewski
MSV Fan bejubeln die Linzenzerteilung des MSV in Duisburg
MSV Fan bejubeln die Linzenzerteilung des MSV in Duisburg
Foto: WAZ-FotoPool
In den vergangenen Monaten tauchten beim MSV Duisburg Immer wieder neue Schulden auf, von denen selbst die nichts wussten, die mit an der Rettung des Vereins bastelten. Jetzt hat es der MSV dennoch geschafft, die Lizenz für die dritte Liga zu bekommen. Chapeau. Ein Kommentar von Ingo Blazejewski.

Duisburg. Wer sich in den vergangenen Monaten intensiv mit der finanziellen Lage des MSV beschäftigt hat, der musste erhebliche Zweifel haben, dass der Verein der Insolvenz noch von der Schippe springen kann. Zu groß erschien die Schuldenlast, zu erdrückend die Belastung durch das Stadion, zu abwegig die Vorstellung, dass der Drittligist seinen Sponsoren in dieser Situation erneut frisches Geld abzapfen kann.

Zudem tauchten immer wieder neue Schulden auf, von denen selbst die nichts wussten, die mit an der Rettung bastelten. Vor Monaten erschien der Fortbestand des Traditionsclubs noch wie das Wunder von der Wedau. Und wäre da nicht der erfolgreiche Touristik-Manager mit seiner nahezu unerschöpflichen Schatulle, wäre das Wunder sicher ausgeblieben.

Der Aufstieg ist Pflicht!

Jetzt hat es der MSV geschafft, rund 12 Mio Euro seiner Alt-Schulden zu pulverisieren, den Spieler-Etat hochzuschrauben, und sich gleichzeitig noch 13 % der Anteile an der Arena zu sichern, für deren Restbaukredit von 18 Mio Euro der Steuerzahler als Bürge einspringen muss. Chapeau, MSV! Wer es schafft, so viel Geld zu verbrennen und sich gleichzeitig neues zu besorgen, den kann auch die Pflicht zum Aufstieg nicht schrecken.