Leuchtende Beispiele im Verkehr

Manfred Berns zeigt den aktuellen Flyer der Bürgerstiftung.
Manfred Berns zeigt den aktuellen Flyer der Bürgerstiftung.
Foto: WAZFotoPool

Duisburg.. In der besinnlichen Weihnachtszeit freut man sich bei der Bürgerstiftung darüber, bald noch einige Autofahrer mehr zur Besinnung bringen zu können: Eine Spende der Mercedes-Benz-Niederlassung Duisburg ermöglicht es der Bürgerstiftung, zusätzliche „Speed-Displays“ anzuschaffen. Mit den leuchtenden Anzeigetafeln kann am Straßenrand unmittelbar auf überhöhte Geschwindigkeit hingewiesen werden.

Gründe an manchen Stellen langsamer zu fahren

Ein Knöllchen gibt’s zwar nicht, wenn die Zahlen auf den „Speed-Displays“ zu schnelle Fahrer entlarven, es „muss aber was im Kopf passieren“, wünscht sich Manfred Berns, Geschäftsführer der Bürgerstiftung. „Die Menschen müssen erkennen, dass es Gründe dafür gibt, an manchen Stellen langsamer zu fahren.“ Oft seien es keine veritablen Raser, die böswillig aufs Tempo drücken würden, sondern schlicht unachtsame Bürgerinnen und Bürger. „Es hat oft auch etwas mit dem Alltag zu tun, man ist gestresst, hängt einem Gedanken nach“, sagt Berns. Wer dann nicht auf die Geschwindigkeit achte, geblitzt würde und nach Wochen die Strafe per Post bekäme, sei vielleicht verärgert – doch der so wichtige Impuls, um über den Fehler nachzudenken, bliebe aus.

Auf unfallträchtige Stellen aufmerksam machen

Dank der vier „Speed-Displays“, die derzeit an wechselnden Straßenlaternen im Stadtgebiet hängen, könne man die Autofahrerinnen und Autofahrer auf besonders unfallträchtige Stellen aufmerksam machen; der Zusammenhang zwischen „Speed-Display“ und der Schule nebenan, dem Altersheim oder der verkehrsberuhigten Zone soll buchstäblich einleuchten.

Gemeinschaftsaufgabe

Dafür arbeitet die Bürgerstiftung mit der GfB, der Polizei, dem Ordnungsamt, den Stadtwerken und ihren vielen ehrenamtlichen Helfern zusammen. „Allein dieses Netzwerk zeigt, dass es eine Gemeinschaftsaufgabe ist, dieses Problem zu bewältigen“, betont Manfred Berns. Die Kooperation wird im Aktionsbündnis „Duisburg. Aber sicher!“ fortgeführt. Dabei setzt sich die Bürgerstiftung zum Beispiel mit einem Flyer dafür ein, dass sich Eltern über ihre Vorbildfunktion im Straßenverkehr Gedanken machen. „Kinder sind Seismographen, die auch mitbekommen, was nicht ausgesprochen wird, und sie gucken sich alles ab“, erklärt Berns. Die Arbeit von „Duisburg. Aber sicher!“, Projekte an Schulen Aktionen vor Altenheimen und eben auch die „Speed-Displays“ seien wichtige Bausteine zur Sensibilisierung.

„Gerade in der Adventszeit geht es doch um Entschleunigung“, sagt Manfred Berns mit einem Augenzwinkern. „Da kann man sich doch jetzt mal aus der Hektik holen und darüber nachdenken, warum man irgendwo langsamer fahren soll.“ Denn das Denken können auch die „Speed-Displays“ nicht übernehmen.

 
 

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