Leser erkunden den Duisburger Hafen per Bus

Bei strahlendem Sonnenschein starteten die WAZ-Leser am City-Palais zur Hafenrundfahrt per Bus.
Bei strahlendem Sonnenschein starteten die WAZ-Leser am City-Palais zur Hafenrundfahrt per Bus.
Foto: FUNKE Foto Services
Bei dieser besonderen Rundfahrt zündet Erich Schauder ein Feuerwerk an Informationen und stellt eine „absolute Erfolgsgeschichte“ vor.

Duisburg. Ein Feuerwerk an Informationen, das weit über das Areal des Duisburger Hafens hinausging, erlebten die 20 Gewinner der Verlosung, die am Samstag an einer Hafenrundfahrt per Bus teilnehmen konnten. Mit dem früheren Mitarbeiter der Duisburger Hafen AG (Duisport), Erich Schauder, der seit zwei Jahren im Ruhestand ist, stand für die dreistündige Rundfahrt ein ausgewiesener Experte zur Verfügung.

Seit 1991 leitet Schauder die eher ungewöhnliche „Hafenrundfahrt per Bus“, rund 50 Mal im Jahr kommt er dabei zum Einsatz. Beim Duisburger Hafen könne man zu Recht vom „größten Binnenhafen der Welt“ sprechen, wenn man die Privathäfen (Thyssen, HKM) mit einbezieht, so der Buchholzer, der nicht nur ein ausgewiesener Hafenfachmann ist, sondern auch ein bekennender Duisburger. Das wurde sofort klar, als er die Anfahrt zum Hafengebiet nutzte, um auch die City mit dem Forum, Stadttheater, Rathaus und Salvatorkirche ins rechte Licht zu rücken. Als der Innenhafen erreicht war, war er dann mitten im Thema.

Duisburger Innenhafen war fürher die Kornkammer von NRW

„Das war früher die Kornkammer Nordrhein-Westfalens“, erläuterte Schauder mit Blick auf die heutige Gastronomie- und Partymeile und wies darauf hin, dass die unter Denkmalschutz stehenden alten Speicher in die neuen Gebäude wie das Museum Küppersmühle oder das Landesarchiv integriert worden sind. Während der Fahrt durch das Hafengebiet nutzte der 67-Jährige die Gelegenheit, die geschichtliche Entwicklung des Hafens umfangreich näher zu bringen. Dabei schlug er einen Bogen von der Errichtung des ersten Hafenbeckens im Jahr 1716 über den Rückbau nicht mehr benötigter Hafenbecken zur Flächengewinnung bis zu seiner heutigen Funktion als eine der bedeutendsten Logistik-Drehscheiben Europas.

Schauder stellte den für die Logistik-Branche ungemein wichtigen „trimodalen Charakter“ des Hafens heraus: „Die Anbindung an Wasserstraßen, Autobahnen und Gleisverbindungen in Duisburg sind für die Logistik-Firmen einfach ideal.“

Logport ist mit 4000 neuen Arbeitsplätzen eine Erfolgsgeschichte

Wie modern der Hafen aufgestellt ist, wurde besonders bei der Fahrt über das Rheinhauser Logport-1-Gelände deutlich. Aus dem ehemaligen Gelände des Krupp-Hüttenwerks, wo 1993 der letzte Abstich erfolgte, wurde ein stark nachgefragtes Logistik-Areal. „Hier sind die ganz großen Player der Branche wie Kühne & Nagel, Schenker und viele andere vertreten. Logport ist mit 4000 neuen Arbeitsplätzen eine absolute Erfolgsgeschichte“, sagte Schauder nicht ohne Stolz.

Die Wanheimer Karin und Wilhelm Goossens waren beeindruckt: „Das war alles sehr informativ. Interessant wäre gewesen, mal eine Container-Brücke in Aktion zu sehen.“ Auch für die Buchholzer Christa und Erich Scholten war es „eine ganz neue Erfahrung, den Hafen per Bus zu erkunden“. Wolfgang Seidel aus Wanheimer-ort: „Prima, dass Erich Schauder auch auf die historische Entwicklung des Hafens eingegangen ist.“

Zahlen und Fakten zum Duisburger Hafen

Der Duisburger Hafen besteht aus 21 Hafenbecken. Das Gelände von Logport 1 und Logport 2 umfasst 300 Hektar. Dort befinden sich neun Containerterminals mit 21 Containerbrücken. Über 400 Züge fahren pro Woche etwa 100 verschiedene Ziele an. 2015 betrug der Güterumschlag 129 Millionen Tonnen (inklusive der Pivathäfen).

 
 

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