Lekkerchen - Ein Fachgeschäft für exquisite Hundegeschmäcker

Fabienne Piepiora
Sebastian Genz mit seinen Assistentinnen Manchita und Moreno.
Sebastian Genz mit seinen Assistentinnen Manchita und Moreno.
Foto: WAZ-Fotopool
Dass er irgendwann mal mit Tieren arbeiten würde, war Sebastian Genz schon früh klar: Nach der Schule machte der Duisburger eine Ausbildung im Zoo. Dann fasste er den Entschluss, sich selbstständig zu machen. Im Sortiment sind: Wasserbetten für Hunde, Schweineohren als Leckerli, hochwertiges Futter.

Duisburg-Neudorf. Schon als kleiner Junge wollte Sebastian Genz Tierpfleger werden. Sein Onkel gehörte zum Förderverein des Wuppertaler Zoos, oft streifte er an den Gehegen entlang und beobachtete die Zoo-Bewohner. Nach der Schule machte er dann eine Ausbildung im Duisburger Tierpark. „Ich fand die Giraffen immer toll.“ Als sich im vergangenen Jahr allerdings abzeichnete, dass es dem Duisburger Zoo finanziell nicht gerade gut geht, fasste er den Entschluss, sich mit einem eigenen Fachgeschäft für Tierfutter selbstständig zu machen. „Lekkerchen“ hat er seinen Laden an der Oststraße getauft. Neben den großen Futtersäcken haben es denn auch einige Leckerchen ins Programm geschafft: Lammohren, Ochsenschwanz, Rehbeine mit und ohne Fell. In einer Kühltruhe lagert Frischfleisch, das die Besitzer zu eigenem Futter verarbeiten können. Herrchen und Frauchen von Hunden und Katzen werden bei dem Existenzgründer fündig.

An einer Wand hängen Leinen in sämtlichen Längen, es gibt Magazine mit Lesestoff über die Lieblinge, dazu jede Menge Spielzeug und eben Futter. „Viele Sorten, die man sonst kaufen kann, werden mit Füllstoffen gestreckt. Ich achte beim Futter auf hochwertige Zutaten.“ Das kostet im Zweifel ein bisschen mehr, dafür gibt’s aber auch passende Beratung. Das Fleisch wird von einem Bauern geliefert, Rehhufe bezieht Genz von einem Förster. Deshalb gibt es einige Spezialitäten auch nur als Saison-Leckerli.

In einer Tiefkühltruhe lagert Pansen und anderes Fleisch. Viele Besitzer schwören mittlerweile darauf, ihre Hunde nur noch mit rohem Gemüse und frischen Fleisch zu versorgen. „Barfen“ heißt der Trend. Karin Schlößer, Besitzerin eines Boxers, will zum Beispiel, dass sich ihr Liebling genauso gesund ernährt wie sie. Dafür kocht sie ihm auch ein paar Mahlzeiten. „Der Laden ist toll, ich glaube, wir werden Freunde“, sagt die Duissernerin, als sie sich das Sortiment anschaut – und sich von Sebstian Genz ein paar Tipps geben lässt.

Ein Wasserbett für Hunde

„Manchita“ und „Morena“, die beiden Hunde und Verkaufsassistentinnen von Sebastian Genz lümmeln sich derweil auf einem weiteren exquisiten Accessoire: auf einem Wasserbett. Die beiden Vierbeiner sind auch die beste Werbung – sie begrüßen die Kunden freundlich und schauen neugierig durchs Schaufenster. Und wenn der Duisburger mit ihnen im Stadtwald oder am Kaiserberg spazieren geht, kommt er mit anderen Hundebesitzerin automatisch ins Gespräch, und erzählt ihnen dann von seinem neuen Geschäft.