Lehmbruck-Museum in Duisburg wegen Baumängeln gesperrt

Anne Horstmeier
Das Lehmbruck-Museum im Duisburger Kantpark darf vorerst nicht mehr öffnen. Im Bild: Museumsleiter Dr. Raimund Stecker an der Absperrung der Bauaufsicht. Foto: Stephan Eickershoff / WAZ FotoPool
Das Lehmbruck-Museum im Duisburger Kantpark darf vorerst nicht mehr öffnen. Im Bild: Museumsleiter Dr. Raimund Stecker an der Absperrung der Bauaufsicht. Foto: Stephan Eickershoff / WAZ FotoPool
Die Bauaufsicht hat das Lehmbruck-Museum im Duisburger Kantpark am Freitagmittag aus Sicherheitsgründen geschlossen. Die Behörde führt Baumängel im Lehmbruck-Trakt und in der großen Glashalle an. Das Museum bleibt bis auf Weiteres zu. Neue Ausstellungen werden auf unbestimmte Zeit verschoben.

Duisburg. Das Lehmbruck-Museum ist am Freitag um 14.45 Uhr „bis auf Weiteres“ geschlossen worden. Wie Museumssprecher Florian Blaschke sagt, habe die Bauaufsicht bemängelt, die Geländer im Lehmbruck-Trakt und Deckenplatten in der großen Glashalle stellten besonders für Kinder eine Gefahr dar. Die Räume dürfen nicht mehr betreten werden. Weil diese Räume für den Betrieb aber so wichtig seien, wurde am Nachmittag auch das übrige Museum geschlossen.

Am Montag soll ein Gutachter das Gebäude untersuchen, anschließend soll das städtische Immobilienmanagement die Mängel schnellstmöglich beheben, damit das Haus wieder schnellstmöglich für das Publikum geöffnet werden könnte, so Stadtdirektor Dr. Peter Greulich. "So unangenehm die Situation auch sein mag, aber Sicherheit geht vor." Der Abbau der Deckenplatten wird nach ersten Schätzungen etwa eine Woche dauern.

Ausstellungen von Martina Klein und Fabián Marcaccio auf unbestimmte Zeit verschoben

"Es ist sehr, sehr bedauerlich, dass es zu dieser vorsorglichen Schließung kommen muss", kommentiert Raimund Stecker, Direktor des Hauses, die Entscheidung. Deshalb muss auch die Finissage der Ausstellung von Georg Hornemann ausfallen. Die Eröffnung der Ausstellungen von Martina Klein und Fabián Marcaccio werden auf unbestimmte Zeit verschoben. "Wir sehen es als unsere Pflicht an und tun alles in unserer Macht stehende, um keine Ausstellung absagen zu müssen", so Raimund Stecker. Die Präsentation von Georg Hornemann soll, sobald es nach ersten Maßnahmen möglich ist, wieder zugänglich gemacht und anschließend für weitere zwei Wochen gezeigt werden.

"Natürlich verstehe und unterstütze ich jede Gefahrenabwendung", so Stecker weiter. "Aber wir müssen uns nun endlich dringend mit dem Immobilienmanagement zusammensetzen, um über den Sanierungsbedarf des Museums und einen Zeitplan der Sanierungsarbeiten zu sprechen. Es geht ja nicht nur um Gefahrenabwehr, es regnet auch noch durchs Dach und der Teich wartet ebenfalls seit Jahren auf seiner Wiederherstellung."

Bereits im Sommer vergangenen Jahres hatte die städtische Bauaufsicht Mängel in dem Museumsbau aufgezeigt, die aber noch vor dem Start der Jubiläumsausstellung "100 Jahre Kniende" behoben worden waren. (mawo/we)