Leerstände und geringe Kundennachfrage schwächen City-Palais in Duisburg

Der Eigentümer des City-Palais hat mit Leerständen zu kämpfen. Foto: Stephan Eickershoff / WAZ FotoPool
Der Eigentümer des City-Palais hat mit Leerständen zu kämpfen. Foto: Stephan Eickershoff / WAZ FotoPool
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Mit dem Slogan „Perle der Innenstadt“ bewirbt sich das City-Palais auf seiner Internetseite selbst. Doch die Perle glänzt nicht wie gewünscht: Die Laden- und Gastronomiemeile nehmen Kunden kaum wahr. Nun berät der Eigentümer über Lösungsvorschläge.

Duisburg. „Duisburgs junges Herz“ und „Perle der Innenstadt“ nennt sich das City-Palais in der Innenstadt auf seiner eigenen Internetseite. Doch das Herz hat spürbare Rhythmus-Störungen, die Perle glänzt nicht wie gewünscht.

Exquisite Architektur, Blickfang in der Innenstadt und mit dem Casino und der Mercatorhalle zwei Top-Adressen als Mieter im Hause: Soweit, so gut. Doch das dritte Standbein des City-Palais, es wird eher zum Krückstock: Die Laden- und Gastronomie-Meile läuft nicht wie gewünscht. Leerstände und schwache Kundenfrequenz sorgen den Eigentümer, der Lösungskonzepte hat erarbeiten lassen. „Es gibt zwei, drei Strategien, aber noch sind keine Entscheidungen gefallen“, so City-Palais-Manager André Kempgen. Gesucht werden muss auch ein neuer Manager. Denn der angekündigte Wechsel zu Mitarbeiter Marcus Dee hat sich kurzfristig zerschlagen, so dass Kempgen, Mann der ersten Stunde im City-Palais seit 2007, die Immobilie vorübergehend weiter betreut.

Keine Einkaufs-Mall

„Wir sind keine Einkaufsmall“, erklärt Kempgen. Da zieht es die Kunden eher gegenüber ins Forum. So hat die Erdgeschoss-Ladenzeile auch keinen Ankermieter, der die Massen als Selbstläufer ins Haus holt. Und der Lauf zu Mercatorhalle und Casino genügt nicht, um Handel und Gastronomie ausreichend „zu füttern“.

„Der Standort läuft nicht wie erhofft“, räumt Kempgen ein. Zugleich zeigt sich an positiven Beispielen, was Zugkraft hat: Und zwar die Läden und Gastronomen, die ihre eigene, gezielte Nachfrage schaffen: Etwa der Weinladen City Vinum oder das Nagelstudio. Ohnehin: Mit der Gastronomie-Elipse ist Kempgen ganz zufrieden. Andererseits zeigt sich ein bauliches Problem: Der Seitengang Richtung Gericht führt ein Schattendasein, dort steht die Gastronomiefläche nicht ohne Grund teilweise leer. Ob sich bei den neuen Konzepten baulich etwas ändern wird, ist noch offen. Der Palais-Manager geht jedoch davon aus, dass der Eigentümer auch Geld in die Hand nehmen wird.

Mit Jazz die Mall beleben

Weinhändler Jonni Zyta vom City Vinum ist zumindest zuversichtlich und mit seinem Palais-Platz zufrieden. Gemeinsam haben die Mieter einen Werbekreis gegründet, wollen etwa sonntags mit Jazz die Mall beleben. Mietinteressenten geben es genug, nur nicht die richtigen. Ein gutes Fischrestaurant und ein Steakhaus, glaubt Zyta – dann wäre das gastronomische Angebot abgerundet.