Langer Rechtsstreit um Abbau des Stahlkubus in Duisburg befürchtet

Ingo Blazejewski
Die Demontage des Stahlkubus am Museum Küppersmühle könnte teuer werden. „Das Stahlgerüst muss unter gutachterlicher Aufsicht abgebaut und die Schweißknoten zur Beweissicherung eingelagert werden“, sagte Gebag-Chef Utz Brömmekamp. Erste Schätzungen gehen von einer siebenstelligen Summe aus.

Duisburg. Es ist ein Mahnmal des Scheiterns, ein wenig schmuckes noch dazu: Das riesige, rostende Stahlgerüst, das einst auf das Museum Küppersmühle gehoben werden sollte, soll so schnell wie möglich verschwinden. Doch die Demontage des Stahlkubus könnte teuer werden.

„Das Stahlgerüst muss unter gutachterlicher Aufsicht abgebaut und die Schweißknoten zur Beweissicherung eingelagert werden“, sagte Gebag-Chef Utz Brömmekamp der NRZ. Eine erste Kostenschätzung beziffere den Aufwand auf eine siebenstellige Summe. Die Arbeiten sollen Mitte November beginnen, sagte Brömmekamp. Dann soll der Schandfleck weg.

Statt Millionen zu investieren, sollte ursprünglich eine Verschrottung des Materials zumindest noch so viel Geld bringen, um damit die Demontage gegenzufinanzieren. Doch aus dem Nullsummenspiel wird nichts. Die Schweißknoten müssen eingelagert werden, damit sie später bei einem Rechtsstreit mit den beteiligten Baufirmen begutachtet werden können. Dabei soll es vor allem um die Arbeiten des Unternehmens gehen, das die bereits mangelhaften Arbeiten sanieren sollte. Inzwischen liegen laut Gebag Gutachten vor, nach denen eine Sanierung des Stahlgerüsts gar nicht möglich gewesen sein soll. Befürchtet wird jetzt ein jahrelanger Rechtsstreit.

Thema Küppersmühle für die Gebag abgeschlossen

Durch den Vergleich mit dem Kunstsammler-Paar Ströher sei das Thema Küppersmühle aber jetzt für die Gebag abgeschlossen, sagte Brömmekamp.

Anfang November muss die Bankenrunde, die nach dem Küppersmühlen-Fiasko einen Chefsanierer eingefordert hatte, noch bestätigen, dass die Gebag kein Sanierungsfall mehr ist. „Ich freue mich, hier auf der Messe endlich wieder mit Banken über neue Projekte sprechen zu können“, sagte Brömmekamp.