Kunstwettbewerb für Duisburger Bahnhofsplatz startet

Willi Mohrs
So soll der Duisburger Bahnhofsvorplatz einmal aussehen.
So soll der Duisburger Bahnhofsvorplatz einmal aussehen.
Foto: Stadt Duisburg
Man sieht noch nichts davon, aber es geht weiter mit der Gestaltung des Duisburger Bahnhofsvorplatzes: Ab heute beginnt ein Wettbewerb „zur Errichtung einer künstlerischen Inszenierung“ auf dem Portsmouthplatz, wie die Platte über der A 59 offiziell heißt.

Duisburg. Aufgerufen zur Teilnahme sind alle interessierten Künstler und Künstlergruppen, heißt es in der Wettbewerbsauslobung. Zwei Monate Zeit haben die Kunstschaffenden nun, sich Gedanken zu machen, was an Kunstwerken auf den noch immer öden Platz passt, und eine Interessensbekundung einzureichen. Am 1. August werden dann die fünf Wettbewerbsteilnehmer bekanntgegeben, die bis 3. November ihre Arbeiten eingereicht haben müssen. Ende November tagt das Preisgericht.

Sichtbare Arbeiten am größten Platz der Innenstadt, dessen Rand zur Mercatorstraße noch mit Büro- und Geschäftsneubauten sowie einem Hotel gestaltet werden soll, wird es nach den städtischen Planungen erst 2015 geben. Die „Kunstinszenierung“ soll 2016/2017 fertiggestellt sein, passend zur Einweihung des Platzes.

Für die Kunst vorgegeben

„Der bislang gestaltlose Raum, der über viele Jahre in der Wahrnehmung der Duisburger kaum existierte, weil er keinerlei Aufenthaltsqualität besaß und auch in seiner Funktion keine Bedeutung hatte, wartete lange auf eine Neuplanung“, beschreibt die Auslobung den Anspruch der Neugestaltung. Zwei Standorte sind für die Kunst vorgegeben.

Zum einen soll die Sichtachse vom Bahnhofshaupteingang zur Friedrich-Wilhelm-Straße „eine verknüpfende Funktion“ erhalten und „identitätsstiftend wirken“. Zum anderen geht es um den größeren Platzteil vor Ibis-Hotel und WAZ-Medienhaus, der für diverse Nutzungen frei bleiben und „nicht überfrachtet“ werden soll.

Gedacht ist an „künstlerische kleine Zitate“ wie etwa Intarsien. Und: Es darf nicht allzu schwer ausfallen wegen der Anordnung auf dem A 59-Deckel. Auch Licht- und Wasserelemente sind nicht erwünscht wegen der Schwierigkeit, dort für die nötigen Anschlüsse zu sorgen. Und was die Kosten angeht: Unterm Strich darf am Ende nicht mehr stehen als 275.000 Euro brutto.