Kunstprojekt soll Bewohner des Autobahnkreuzes zusammenbringen

Unter dem Titel „Teilhaben bringt Glück – Was setzt du aufs Spiel?“ untersucht die Künstlerin Jeanne van Heeswijk (rechts), ob in einer Landschaft wie der des Autobahnkreuzes gemeinsames Bewusstsein und Verantwortung entstehen können.
Unter dem Titel „Teilhaben bringt Glück – Was setzt du aufs Spiel?“ untersucht die Künstlerin Jeanne van Heeswijk (rechts), ob in einer Landschaft wie der des Autobahnkreuzes gemeinsames Bewusstsein und Verantwortung entstehen können.
Foto: WAZ FotoPool
Nachdem Jeanne van Heeswijk 2010 erfolgreich mit Bewohnern der Werthacker-Siedlung ein Projekt zur Rettung der Kirche gestartet hat, möchte die Künstlerin ein neues Projekt wagen. Mit „Teilhaben bringt Glück – Was setzt du aufs Spiel?“ möchte sie die Beteiligten des Autobahnkreuzes zusammenbringen.

Duisburg.. Das Ausstellungsprojekt „B 1/A 40 Die Schönheit der großen Straße“, bei dem Kurator Markus Ambach 2010 Künstler für Projekte entlang der Autobahn gewonnen hatte, war eines der gelungensten im Kulturhauptstadtjahr. Und es geht weiter. 2014 gibt es eine neue Ausstellung.

Die Künstlerin Jeanne van Heeswijk, die 2010 mit den Bewohnern der Werthacker-Siedlung das Projekt „Der Widerstand des kleinen Glücks“ entwickelt und zur Rettung der Kirche beigetragen hatte, erweitert ihren Wirkungskreis jetzt auf alle Bewohner am Kreuz Kaiserberg.

Unter dem Titel „Teilhaben bringt Glück – Was setzt du aufs Spiel?“ untersucht sie, ob in einer Landschaft wie der des Autobahnkreuzes gemeinsames Bewusstsein und Verantwortung entstehen können. Gibt es die Möglichkeit, die einzelnen Beteiligten im Autobahnkreuz näher zusammenzubringen, um auch in einem übergeordneten Miteinander eine schlagkräftige Gemeinschaft zu bilden? Gibt es langfristig Ziele und können sie umgesetzt werden?

Zum Auftakt gibt es einen Umzug

Neben den Werthacker-Siedlern sollen beispielsweise auch die Bewohner der Wagensiedlung an der Dörnerhofstraße sowie der Fischzüchter, ein Landwirt und andere Privatpersonen eingebunden werden. „Es sind lauter eigene Welten“, sagt Jeanne van Heeswijk. Sie will sie zusammenbringen.

Zum Auftakt gibt es einen Umzug. Im Mittelpunkt steht ein Gefährt, das wie eine großer „einarmiger Bandit“ wirkt. Die drei Rollen, die von innen und außen gedreht werden können, sind mit Motiven bemalt, die die Künstler in den letzten Tagen gesammelt haben. Start ist um 15 Uhr an der Dörnerhofstraße, Ecke Ruhrdeich. Dann fahren die Künstler mit dem „Glücksspiel“-Wagen sieben Stationen ab, wo gesprochen, gesungen und gespielt wird.

Am Ende des Projekts 2014 soll eine gemeinsame Vorstellung von einer glücklichen Zukunft stehen.

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