Krützberg weist Kritik im Duisburger Totlast-Streit zurück

Oliver Schmeer
Kulturdezernent Thomas Krützberg sieht sich zu Unrecht von Gregor Schneider kritisiert
Kulturdezernent Thomas Krützberg sieht sich zu Unrecht von Gregor Schneider kritisiert
Foto: WAZ FotoPool
Im sensiblen Konflikt um die Absage der Kunstinstallation „Totlast“ sieht sich Duisburgs Kulturdezernent Krützberg zu Unrecht angegriffen und will die Wogen glätten. Es soll ein Treffen des Oberbürgermeisters mit dem Künstler geben. Das ist in Vorbereitung und soll nach den Herbstferien stattfinden.

Duisburg. Kulturdezernent Thomas Krützberg sieht sich im immer noch schwelenden Streit um die abgesagte Kunst-Installation „Totlast“ zu Unrecht angegriffen. Der Künstler Gregor Schneider hatte sich wie gestern berichtet darüber empört, dass Krützberg im Kulturausschuss laut des WAZ-Berichtes ein vereinbartes Treffen mit dem Oberbürgermeister nach den Herbstferien angekündigt hatte, von dem Schneider allerdings noch gar nichts wusste und beklagt, dass auch auf Mails von ihm nicht geantwortet wurde.

Krützberg unterstreicht gegenüber der Redaktion, dass er in dem Ausschuss auf Nachfrage lediglich mitgeteilt habe, dass ein solches Treffen zwischen Oberbürgermeister und dem Künstler geplant sei und vorbereitet werde, um im Nachklang über die umstrittene Absage von Schneiders Raum-Installation zu sprechen.

Treffen zwischen Sören Link und Gregor Schneider geplant

„Das war eindeutig vom Kulturdezernenten nur eine Ankündigung, dass es dieses Treffen geben soll“, bestätigt Oliver Hallscheidt, kulturpolitischer Sprecher der SPD im Kulturausschuss, Krützbergs Aussage. Um solch ein Treffen zu planen und vorzubereiten, schicke man nicht einfach nur eine Mail, so Hallscheidt. CDU-Kulturpolitiker Frank Heidenreich hatte dagegen den Eindruck nach der Sitzung und Krützbergs Ausführungen, dass alle Wogen geglättet seien.

Zwischen der Stadt und Gregor Schneider will laut Krützberg der Duisburger Künstler Chinmayo vermitteln. In dessen mit dem OB abgestimmten Brief an Schneider ist der Wunsch des Oberbürgermeisters nach einem Treffen bereits angekündigt worden. „Mir liegt sehr daran, dass es zu einer Versöhnung kommt“, so Chinmayo.