Kritik an Innenhafen als Loveparade-Gedenkort

Die Trauerdevotionalien sollen in einem Ausstellungscontainer im Garten der Erinnerung aufbewahrt werden. WAZ FotoPool / Foto: Marc Albers
Die Trauerdevotionalien sollen in einem Ausstellungscontainer im Garten der Erinnerung aufbewahrt werden. WAZ FotoPool / Foto: Marc Albers
Foto: WAZ Foto Pool

Duisburg. Die Anregung des „Bürgerkreises Gedenken“, die Trauergaben, Kerzen und Erinnerungszettel zum Loveparade-Drama in einem Ausstellungscontainer im ,Garten der Erinnerung’ am Innenhafen für alle sichtbar aufzubewahren, stößt auf Unverständnis.

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Kritisiert wird, dass der Standort nichts mit den Geschehnissen während der Loveparade zu tun habe. Gefordert wird ein Mahnmal am oder in der unmittelbarer Nähe des Tunnels. Kulturdezernent Karl Janssen, Sprecher des Bürgerkreises: „Ich nehme diese Bedenken gleichwohl sehr ernst und werde dafür Sorge tragen, dass darüber in der nächsten Sitzung diskutiert wird.“

Dr. Michael Willhardt, Mit-Initiator der Mahnwache am Tunnel in den Tagen nach der Katastrophe und Mitglied im Bürgerkreis: „Es war vielleicht etwas undeutlich formuliert. Denn es handelt sich dabei keinesfalls um das geplante Mahnmal.“

Geplant sei, am 4. September am Tunnel eine Gedenktafel anzubringen und die Trauerdevotionalien vor der Freigabe des Tunnels einzusammeln und den Bürgern die Möglichkeit zu geben, sie in den Ausstellungscontainer zu geben, der anschließend zum Innenhafen gebracht würde, wo sich auch das Kultur- und Stadthistorische Museum befindet. Danach werde es eine Ausschreibung an die Duisburger Künstlerschaft geben, eine Stele zu erstellen, die an das Unglück erinnert. Sie soll am ersten Jahrestag aufgestellt werden. Ferner sollen die Planungen für eine Gedenkstätte aufgenommen werden.

 
 

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