Kraft versprach in Duisburg-Wanheim Hilfe für klamme Kommunen

NRW -Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mit SPD-Mitstreitern in Duisburg-Wanheim.
NRW -Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mit SPD-Mitstreitern in Duisburg-Wanheim.
Foto: WAZFotoPool
Ministerpräsidentin und SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft war am Samstag zu Besuch in Duisburg-Wanheim. Im Rahmen ihres Wahlkampfes versprach sie den rund 200 Zuhörern vor allem finanzielle Unterstützung aus der Landeskasse für Kommunen. "Wir können Solidarität" war ihr Motto.

Duisburg. In Mettmann ging’s am Samstagnachmittag in die Stadthalle, in Wanheim unmittelbar danach war Bürgernähe im Wortsinn angesagt: Regen und kalter Wind trieben Wahlkämpferin Hannelore Kraft und ihr Publikum unters Zeltdach.

Um die 200 Zuhörer trotzten dem Wetter auf den Wanheimer Rheinlust-Terrassen und hörten eine Ministerpräsidentin und SPD-Spitzenkandidatin, die mehr als einmal auf Duisburgs Top-Thema dieser Tage einging: die städtischen Finanzen. „Wir haben den Kommunen endlich wieder Geld gegeben. Das bleibt auch so“, versprach sie weitere Unterstützung aus der Landeskasse. Und sie machte auch keinen Hehl daraus, dass nach ihrer Ansicht die derzeitigen innerdeutschen Finanzströme umgeleitet werden müssen: „Jetzt ist der Westen dran.“ Und dafür gab’s reichlich Beifall.

"Wir können Solidarität"

Mit Geld aus NRW sei erst der Süden, dann der Osten mitaufgebaut worden, führte Kraft weiter aus: „Wir können Solidarität.“ Für die Zukunft müsse der finanzielle Segen aber „nach Bedürftigkeit, nicht nach Himmelsrichtung“ verteilt werden.

Der Staat brauche mehr Geld, vor allem für Bildung und die Kommunen, warb Kraft für ihr Finanzprogramm. Dazu erforderlich seien: ein höherer Spitzensteuersatz, die Wiedereinführung der Vermögenssteuer, eine Finanztransaktionssteuer und die Ablehnung des jüngst ausgehandelten Steuerabkommens mit der Schweiz. Dafür gab’s besonders viel Beifall.

Nach Wanheim war Hannelore Kraft gekommen, um Sarah Philipp im Wahlkampf zu unterstützen, die zum ersten Mal für den Düsseldorfer Landtag kandidiert. Ebenfalls in den Süden der Stadt gekommen waren Innenminister Ralf Jäger und Ratsherr Frank Börner, die ebenfalls für die SPD in das Landesparlament wollen.

"Am 13. Mais geht`s u die Wurscht"

Ebenso dabei an der bei besserem Wetter so attraktiven Rheinpromenade war Sören Link, bisher Landtagsabgeordneter und ab 14. Mai dann Wahlkämpfer in eigener Sache, nämlich als SPD-Oberbürgermeisterkandidat. Bis dahin werde er sich noch zurückhalten, sagte er am Samstag. „Den muss ich leider abgeben“, würdigte Kraft Links Entscheidung. „Aber den kann Duisburg gut gebrauchen.“

„Am 13. Mai geht’s um die Wurscht“, sagte Kraft launig. Und als hätten es die Süd-Sozis geahnt: Der angebotenen Currywurst wurde gerne und reichlich zugesprochen. Und Kraft gefiel ‘s ganz offenbar in Wanheim. Gut gelaunt ließ sie sich ein ums andere fotografieren, plauderte nach links und rechts, dann ging’s weiter: erst zu Kleingärtnern in Düsseldorf, dann zum Kneipenbummel in Mönchengladbach.

 
 

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