Konfettiregen zum Abschluss der Duisburger Tanztage

Das Finalwochenende der Duisburger Tanztage 2012 in der Rheinhausenhalle in Duisburg. Die Gruppe Prestige der Tanzschule Paulerberg aus Duisburg
Das Finalwochenende der Duisburger Tanztage 2012 in der Rheinhausenhalle in Duisburg. Die Gruppe Prestige der Tanzschule Paulerberg aus Duisburg
Foto: WAZFotoPool
Wilde Tänze, donnernder Applaus und ein geteilter erster Platz: Gelungener Ausklang des größten deutschen Amateurtanzfestivals

Duisburg. Als am Sonntagabend um kurz nach 20 Uhr die Gewinner der 23. Duisburger Tanztage feststanden, konnten die Sieger selbst es noch gar nicht richtig fassen. Der Schweiß stand einigen noch auf der Stirn, als das glitzernde Konfetti auf sie herabregnete und das Publikum in der ausverkauften Rheinhausenhalle in tosenden Applaus ausbrach. „Großes Kino auf kleiner Bühne“, jubelte eine rundum zufriedene Organisatorin Nicole Richter.

Nils Freyer aus Berlin sowie Rosa Martínez und Simi aus Bonn – so heißen die Gesamtsieger, die die Jury am Ende kürte. So perfekt war ihre Choreographie, so schillernd ihr Auftreten, dass sich die professionellen Wertungsrichter am Ende nicht entscheiden konnten: Bestnote für beide Gruppen, ein geteilter erster Platz. Den Siegern war das im Moment des Triumphes nicht weiter wichtig. Sie strahlten. Genau wie das begeisterte Publikum. Innige Umarmungen.

Die rund 600 Zuschauer in der Halle hatten zuvor ein fast dreistündiges Finale erlebt, das vor allem durch seine Vielseitigkeit bestach. Ob wilde Hip-Hop-Tänze oder anmutige Darbietungen im Bühnentanz: Für jeden Geschmack war einiges dabei.

Dabei jagte ein Auftritt den nächsten. Die erste Formation hatte die Bühne kaum verlassen, da stand bereits die nächste Gruppe in den Startlöchern hinter dem Vorhang. Für Kreischalarm sorgten die mitgereisten Fans der Tänzer: Als die Jugendtanzgarde Hohenbudberg ins grelle Bühnenlicht trat, jubelten die Nachwuchstänzer desselben Vereins auf Kommando. Doch trotz des ausgefallenen Programms der Mädchengruppe – sie tanzten Gardetanz zu aktuellen Popsongs – reichte es nur für den dritten Platz.

Viele lokale Formationen im Finale, doch keine auf dem Treppchen

Insgesamt schaffte keine Duisburger Gruppe den Sprung auf die oberste Stufe des Siegertreppchens. Dafür war das Finale selten so gespickt mit lokalen Formationen: Sina Mitteldorf wurde Zweite in der Kategorie Teens, „Sol et Luna“ schafften es auf Rang drei in der Sparte Oriental und Folklore. Die Gruppe „Ice“ ertanzte sich den zweiten Platz im Bühnentanz, und die Hip-Hop-Sparte wurde am Finalwochenende geradezu dominiert von Duisburger Gruppen: „Magic X Plosion“ wurde Dritter, „Style Revolution“ Zweiter und lag in der Wertung der Jury am Ende nur 0,7 Prozentpunkte hinter den Siegern aus Köln.

„Es war einfach toll“, freute sich Dino Salijevic, einer der drei Brüder, die „Style Revolution“ bilden. „Die Tanztage“, erklärte Salijevic, „haben uns befeuert und motiviert“. Und so könnte Deutschlands größtes Amateurtanzfestival bald gut gemeinte Konkurrenz bekommen, denn die Gruppe plant ihr eigenen eigenen Wettbewerb: ein örtliches „Hip-Hop-Battle“.

 
 

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