Konfetti-Kanonen und Rock’n’Roll-Trutzburgen

Rund um ein so lebendiges, pulsierendes Festival wie die „Traumzeit“ passiert unendlich viel. Bei mehreren Rundgängen über das Areal, fiel auf, dass. . .

. . .Christoph Remplewski am Ende seines Auftritts ein wenig die Puste ausging. Der Sänger der Band Paperstreet Empire, die als Duisburger Lokalmatadore diesmal die „Traumzeit“ eröffnen durften, wollte beim letzten Song einige Konfetti-Kanonen abfeuern. Doch das misslang. Erst dank der helfenden Hände seiner Bandmitstreiter konnten die bunten Papierfetzen dann doch noch auf die eifrig mitsigende und mitspringende Zuhörerschaft herunterrieseln.

. . .es bei der „Traumzeit“ vor den Bühnen ein ständiges Kommen und Gehen gibt. Durch vier Spielstätten gibt es fast permanent Alternativangebote. Soll heißen: Gefällt der Künstler, der gerade in der Gießhalle spielt, so gar nicht, flanieren die Zuhörer einfach zur Gebläsehalle weiter und lauschen dort. Diese Möglichkeit des Experimentierens ist für viele Festival-Besucher ein großes Plus. Es sorgt manchmal während der Auftritte aber auch für eine gewisse Unruhe auf den Rängen.

. . .die Band Talisco nur aus drei Musikern besteht, doch diese überschaubare Anzahl dicke ausreichte, um die Kraftzentrale in ihren Grundfesten zu erschüttern.

. . .die Bühne in der Kraftzentrale diesmal an der Längsseite und nicht wie gewohnt vor Kopf platziert wurde. Das empfanden viele Besucher als Verschlechterung. Vermutlich war es ein Zugeständnis an die Gäste auf der VIP-Tribüne, die dadurch eine einwandfreie Sicht auf das Geschehen hatten.

. . .der Liedermacher Teitur ein Meister der Melancholie ist. Der Liedermacher von den Faröer-Inseln sang mit seiner hohen Stimme nicht nur diverse Herzschmerz-Lieder, sondern interpretierte auch Bekanntes neu. So entkernte er die Song-Trutzburg „Great Balls of Fire“ von Rock’n’Roller Jerry Lee Lewis bis auf ihre Grundmauern. Ein seltsam schöner Hörgenuss.

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