Kommentar – Peinliche Nummer für OB Sauerland

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Wieder einmal eine peinliche Nummer für Duisburgs OB Sauerland: Erst versucht er die Kosten für sein im Alleingang in Auftrag gegebenes Schutz-Gutachten zur Loveparade-Katastrophe so im Haushalt unterzubringen, dass bloß keiner die horrende Summe gewahr wird.

Dann bremst ihn am Ende die eigene Verwaltung aus, weil die Buchung gegen die Vorschriften verstößt. Der Gipfel: Das Ganze fliegt natürlich erst in der Sommerpause auf, plötzlich drängt die Zeit, der Rat wird per Dringlichkeitsbeschluss zur notwendigen Zustimmung gezwungen. Auf den Tisch wird der Vorgang erst im nicht-öffentlichen Teil der nächsten regulären Sitzung Mitte Oktober kommen. Man kann erahnen, wie die Mehrzahl der Fraktionen dann hinter verschlossenen Türen reagieren wird. Sein Appell an den Rat, bei der bald anstehenden Sparrunde Verantwortung zu zeigen und notwendige Kürzungen gemeinsam zu tragen, hat Sauerland mit der Nummer gleich wieder konterkariert.

Die Frage bleibt, was die Expertise für den Preis eines frei stehenden Einfamilienhauses in bester Lage eigentlich wert ist. Elf seiner Mitarbeiter, gegen die die Staatsanwaltschaft ermittelt, hat es jedenfalls nicht geschützt.

 
 

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