Kokain mit Kaffee getarnt - Zollhund findet fünf Kilo Drogen

Beamte des Hauptzollamts Duisburg haben auf der A40 einen Drogenschmuggler mit fünf Kilo Kokain gefasst.
Beamte des Hauptzollamts Duisburg haben auf der A40 einen Drogenschmuggler mit fünf Kilo Kokain gefasst.
Foto: Hauptzollamt Duisburg
Die Kontrolle eines italienischen Autos auf der A40 brachte dem Hauptzollamt Duisburg einen Erfolg. Im Auto waren Drogen versteckt - mit Zusatztrick.

Duisburg. Beamte des Hauptzollamts Duisburg haben in einem Auto auf der A40 mehr als fünf Kilo Kokain sichergestellt. Der Wagen mit italienischem Kennzeichen war bei einer Stichprobenkontrolle bei Straelen ins Visier des Zolls geraten. Die Geschichte, die der Fahrer erzählte, weckte dann das Misstrauen der Beamten.

Es begann damit, dass der aus Marokko stammende und in Italien wohnhafte Fahrer die Frage der Kontrolleure verneinte, ob er "verbotswidrige Gegenstände" an Bord habe - also Waffen oder Drogen, berichtete am Dienstag eine Sprecherin des Hauptzollamts Duisburg.

Flugticket in Jackentasche weckte Zweifel der Zöllner

"Wenig glaubhaft" fanden die Beamten zudem, dass der Fahrer angab, er sei für zwei Tage in Rotterdam gewesen und sei nun auf dem Heimweg nach Italien. In seiner Jackentasche fanden die Zöllner jedoch ein Flugticket, mit dem der Fahrer zwei Tage zuvor von Mailand nach Eindhoven geflogen war.

"Diesen Widerspruch versuchte er damit zu klären, dass sein Auto zwei Tage in der Werkstatt gewesen sei und er hin- und her geflogen wäre", heißt es im Zoll-Bericht. Für die Zöllner Grund, das Auto von einem Drogenspürhund durchschnuppern zu lassen.

Sieben Pakete - Kokain und etwas Kaffee

Der schlug schließlich an und ließ sich auch nicht von einem Trick täuschen: Hinter der Seitenverkleidung und dem Handschuhfach im Armaturenbrett fanden sich sieben Pakete, die mit Paketband umwickelt waren und hinter einer Dämmmatte steckten.

"Beim Anschneiden eines der Päckchen kamen zuerst ein braunes und anschließend ein weißes Pulver zum Vorschein... Kaffee und Kokain - insgesamt 5,32 Kilo Rauschgift", berichtet der Zoll. Der Kaffee war wohl dazu gedacht, den Drogen-Duft zu übertünchen. Die Folge: Der Fahrer wurde vorläufig festgenommen und Zollfahndern übergeben. Die Ermittlungen laufen. (dae)