Köhler-Osbahr-Stiftung zeichnet junge Musiker aus

Förderer und Publikum waren vom Konzert begeistert.
Förderer und Publikum waren vom Konzert begeistert.
Foto: FUNKE Foto Services
Preisträgerkonzert im Opernfoyer. Nachwuchs der Niederrheinischen Musik- und Kunstschule und der Folkwang-Uni gewürdigt.

Duisburg.. Bei der Förderung des musikalischen Nachwuchs setzt die Köhler-Osbahr-Stiftung Maßstäbe: Am Sonntag wurden im Opernfoyer die Förderpreise für junge Musiker der Musik- und Kunstschule Duisburg und der Folkwang Universität verliehen. Oberbürgermeister Sören Link erinnert in seiner Begrüßung an das Stifterehepaar Herbert Köhler und Ingeborg Köhler-Osbahr: „Der eigene Erfolg ist auch eine Verpflichtung der Gesellschaft gegenüber.“ Die Preisverleihung sei Zeichen des Dankes, gleichzeitig aber auch ein „Ansporn, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen.“

Die Preisträger der Musik- und Kunstschule werden von Johanna Schie, der Leiterin des Instituts, vorgestellt. Sie gibt dem Publikum mit auf den Weg: „Eine lebendige Musikkultur kann nur entstehen, wenn an der Basis gearbeitet wird.“ Dass dies in Duisburg der Fall ist, beweisen die jungen Musiker, die sich mit jazzigen Werken vorstellen. Die junge Sängerin Sarah Seppendorf interpretiert „I ain’t got you“ von Alicia Keys. Seppendorf gefällt mit ihrer tiefen Stimme. Eine kraftvolle Mischung aus Jazz und Funk, genannt „Junk“, spielen Samuele Frijo am Klavier, Fabio Trandafir am Schlagzeug und Servet Isik am Bass mit „Detroit“ von Marcus Miller.

Zwei Ensembles für Alte Musik ausgezeichnet

Die Preisträger der Folkwang Universität der Künste werden durch Wettbewerbsleiter Prof. Till Engel präsentiert. Engel lobt die Zusammenarbeit mit der Musik- und Kunstschule: „Der schönste Ausdruck unserer Dankbarkeit ist die Qualität der Preisträger, die mit ihren Erfolgen den Namen der Stiftung in die Welt tragen.“

Zwei Ensembles für Alte Musik werden ausgezeichnet: Das Dialoghi-Quartett ist ein reines Blockflöten-Ensemble. Zur Preisverleihung spielt es sehr rasant das Konzert F-Dur für Violinen von Georg Philip Telemann, in einer Bearbeitung für Bläser. Das Cicerone-Ensemble, das schon Tourneen im deutschsprachigen Raum unternimmt, musiziert gefühlvolle eine Sonate für Traversflöte und Basso-Continuo von Johann Joachim Quantz.

Projektpreis für Gesamtschulen Meiderich und Süd

Außerdem erhalten zwei hochbegabte Piano-Studenten der Folkwang-Universität einen Preis: Die Japanerin Erika Kamura gestaltet das Moderato aus Joseph Haydns Klaviersonate Hob. XVI 31 mit kraftvollen Akzenten und gutgelauntem Spiel. Mit überschäumender Begeisterung musiziert der Koraner Pil-Won Seon Alborada del gracioso von Maurice Ravel.

Den Musikpädagogikpreis überreicht Kultur-Dezenernt Thomas Krützberg an Thomas Bauer von der Musik- und Kunstschule, wo er das Erwachsenorchester „Intermezzo sinfonico“ leitet. Den Projektpreis erhalten die Gesamtschule Meiderich und die Gesamtschule Süd für ihre Teilnahme an den Projekten „Virtuosen von morgen“ und „School of Classic“.

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