Klinik-Betten für Marokko

Das Bethesda-Krankenhaus spendet nicht mehr benötigtes Mobiliar: Hierzulande werden veraltete Klinikbetten, die nicht mehr den vorgeschriebenen Qualitätsstandards entsprechen und deren Technik nicht mehr auf dem neuesten Stand ist, einfach ersetzt. Eine Entsorgung der Betten wäre zwar eine einfache Lösung, aber nicht die Beste, finden die Verantwortlichen im Bethesda-Krankenhaus.

Die Duisburger Klinik möchte weiterdenken und spendet daher die ausrangierten Betten für einen karitativen Zweck. Medizinische Einrichtungen in Krisengebieten fernab deutscher Standards können die ausgedienten Betten dringend gebrauchen, um bedürftige Patienten medizinisch zu versorgen.

Vom Gelsenkirchener Verein „Tuisa hilft“ organisiert, traten jetzt über 40 Krankenhausbetten, drei Kinder- und vier Säuglingsbetten sowie 15 Nachttische ihre weite Reise von Duisburg nach Marokko an. Den Auftakt bildete die Verladung des Mobiliars, bei der Vertreter der Duisburger Klinik und des Vereins Tuisa kräftig mit anpackten.

Überbelegung entschärfen

„Wir helfen gerne und freuen uns natürlich darüber, dass unser ausgemustertes, aber noch voll funktionstüchtiges Mobiliar – statt auf dem Schrott zu landen – nun pflegebedürftigen Menschen zugutekommt“, erklärt Mark Fattroth, stellvertretender Pflegedienstleiter des Bethesda. „Die gespendeten Betten helfen, die ständige Überbelegung in den Krankenhäusern vor Ort etwas zu entschärfen“, weiß er.

Der gemeinnützige Verein Tuisa hilft benachteiligten Menschen aus Somalia, Jordanien, Libanon, Syrien, Bosnien und Marokko bei der Durchführung von Operationen, mit Hilfsmitteln und Nothilfe vor Ort.