Kleine Römer erobern den Duisburger Spielplatz Tempoli

Der Wasserballon als Waffe: Ein Höhepunkt war der Sturm der Römer auf das Lager der Kelten, bei dem die Kinder mit den nassen Bomben warfen.
Der Wasserballon als Waffe: Ein Höhepunkt war der Sturm der Römer auf das Lager der Kelten, bei dem die Kinder mit den nassen Bomben warfen.
Foto: FUNKE Foto Services
Beim Ferienspiel „Gesund und fit wie die alten Römer“ trafen auf dem Abenteuerspielplatz Tempoli Kinder zur großen Schlacht aufeinander. Am Ende tauschten sie Holzschwerter gegen Wasserbomben.

Duisburg.. Wenn Römer und Kelten aufeinander treffen, geht es heiß her. Soldaten kämpfen, Könige intrigieren und Spione entlarven die Schwächen der Gegner. Auf dem Abenteuerspielplatz Tempoli in Homberg schlüpften rund 50 Kinder in Rüstungen und schwangen Holzschwerter, um eine Schlacht nachzuspielen. Bei 35 Grad eine mehr als schweißtreibende Angelegenheit, zum Glück legten sie die Schwerter und Äxte beiseite und griffen auf die gute alte Wasserbombe zurück.

Olaf Fabian-Knöpges rinnt der Schweiß unter dem Helm die Nase hinab. Der 55-jährige Historiker gibt den Feldherrn auf Römerseite. In voller Montur schwört er seine Soldaten auf den Kampf ein. Er trägt eine silberne Rüstung, die in der Sonne blitzt, einen roten Umhang und ein langes Schwert. Die ganze Woche war er mit den Jungen und Mädchen während der Ferienfreizeit zusammen. Seine Gruppe hat er über die Lebensgewohnheiten der Römer aufgeklärt. „Die Kids haben die Götter kennengelernt und ich habe ihnen erklärt, wie das Leben der Legionäre aussah“, sagt er.

Mit der Hitze kann er umgehen, das muss er. „Die Soldaten des alten Roms wurden auch nicht gefragt, bei den Feldzügen in Afrika war es heißer als hier“, erklärt Fabian-Knöpges, der von den Kinder Gaius genannt wird.

Das Holzschwert schwingen

Berdan (14) spielt einen Soldaten namens Zelon. Auch ihm macht die Hitze nichts aus. In seinem roten Gewand bereitet er sich auf die Schlacht vor und schwingt das Holzschwert. „Es hat bisher super viel Spaß gemacht, einen Römer zu spielen. Bin gespannt, wie es gleich bei der Schlacht läuft.“

Im Lager der Kelten auf der anderen Seite des Abenteuerspielplatzes werden die Teilnehmer langsam nervös. An einem Zaun spähen ihre Kundschafter die Gegend aus. „Noch keine Römer in Sicht“, flüstert ein Junge seinem Nebenmann zu. „Gleich, sie kommen ganz sicher gleich“, antwortet dieser. In der Tat nähert die Legion sich bald. Sie wollen das Lager einnehmen. Die Verhandlungen sind gescheitert, die Spione gefangen genommen worden. Jetzt geht es an die Waffen – also mit Wasser gefüllte Luftballons. Alle 50 Kinder sind plötzlich in Aufruhr, ebenso die etwa 20 Betreuer – ebenfalls alle in keltische Gewänder oder römische Panzer gehüllt.

Irgendwie macht das Verlieren an diesem Tag Spaß. Nachdem zuerst niemand von den Wasserbomben getroffen werden will, gefällt es dann doch, das kühle Nass. Bald sind sowieso alle Umhänge und Perücken durchtränkt, Sieg und Niederlage sind nicht mehr entscheidend. Spaß hat es gemacht – und es hat für ordentlich Abkühlung gesorgt. Davon gibt es noch mehr: Zu guter Letzt springen Römer und Kelten gemeinsam in den Pool.

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