Kinder lernen in Duisburger Kinosaal

Medienpädagogin Anja Schmid analysierte mit den Schülern aus der Montessorischule  an der Hermann-Grothe-Straße den Filme „Shaun das Schaf".
Medienpädagogin Anja Schmid analysierte mit den Schülern aus der Montessorischule an der Hermann-Grothe-Straße den Filme „Shaun das Schaf".
Foto: FUNKE Foto Services
Bei den Schulkinowochen besuchten Schüler das Filmforum und analysierten einzelne Szenen.

Duisburg.. Unterricht im Kinosaal. Anlässlich der Schulkinowochen 2016 tauschen tausende Schüler in NRW die Schulbank gegen einen Sessel vor der großen Leinwand. Auch in Duisburg besuchen derzeit zahlreiche Jungen und Mädchen zusammen mit Pädagogen das Filmforum und schauen Spiel-, Dokumentar-, und Animationsfilme an. Natürlich bedeutet das Spannung und Spaß – der Lerneffekt kommt trotzdem nicht zu kurz. Die Kids analysieren die Filme, üben sich in Szenenbeschreibungen und besprechen geschichtliche Hintergründe.

Die Jungen und Mädchen der ersten bis fünften Klassen der Montessori-Gemeinschaftsgrundschule Hermann-Grothe-Straße in Bissingheim schauten sich den Animationsfilm „Shaun das Schaf“ an. Dabei mussten die Kinder sehr aufmerksam sein. Sie hatten vor dem Film einige Fragen bekommen, die sie anschließend beantworten mussten. Es ging beispielsweise um die Gemeinschaft der verschiedenen Charaktere. „Außerdem werden die Tiere auf lustige Weise viel klüger dargestellt als beispielsweise die Menschen“, erklärt Lehrerin Annette Hausmann, die sich den Film mit den Kids ansah. Sie erklärt weiter: „Auf so etwas sollte die Schüler einfach mal genau achten.“ Gesagt, getan: Die Steppükes schrieben bei dem Film eifrig mit und diskutierten anschließend lebhaft über den Film.

Verschiedenste Filme

Justus (9) findet Unterricht im Kino ziemlich „cool“: „Ich war hier noch nie, den Film habe ich aber schon gesehen. Doch er war wieder so lustig wie beim ersten mal“, freut er sich nach der Vorstellung. Max (9) stimmt mit ein: „Es gibt tatsächlich einiges, auf das man bei dem Film achten kann. Die Charaktere sind alle gut“, findet er.

Medienpädagogin Anja Schmid analysierte mit den Schülern die verschiedenen Themen des Films: „Es geht bei dem Film um das Leben der Schafe und Tiere im Allgemeinen. Aber auch um Abenteuer und Gemeinschaft“, sagt sie. Auch Punkte wie Szenenabfolge und Schnitttechnik besprach sie mit den Kleinen: „Sie sollten sie mal notieren, wie lange eine einzelne Szene dauert“, erklärt sie. So bekämen die Kinder ein Gespür für die Entstehung eines solchen Films.

Ernstere Themen behandelten ältere Schüler mit Anja Schmid im Filmforum. So sahen sich Neuntklässler den Film „Er ist wieder da“ an. In der schwarzen Komödie erwacht Hitler im Jahr 2014 in Berlin und geht auf Reise durch die heutige Medienlandschaft. Andere Kids sahen sich den Film „Voll unterzuckert“ an, der auf richtige Ernährung aufmerksam macht – für den Biologieunterricht eine echte Bereicherung. „Solche Filme eignen sich bestens für den Schulunterricht“, ist Simone Scheidler vom Filmforum überzeugt.

 
 

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