Kanzleramtsminister Altmaier warb in Duisburg für Europa

Willi Mohrs
Peter Altmeier, Bundeskanzleramts-Chef, war  zu Gast beim Unternehmerverband in Duisburg.
Peter Altmeier, Bundeskanzleramts-Chef, war zu Gast beim Unternehmerverband in Duisburg.
Foto: Jörg Schimmel
  • Kanzleramtsminister Peter Altmaier warb beim Unternehmertag in Duisburg für Europa
  • Nach der Trump-Wahl betonte er die Bedeutung von gemeinsamen Werten des Westens
  • Die Globalisierung ist für Altmaier eher eine Chance für Deutschland als eine Gefahr

Duisburg. „Wohin steuert Deutschland“ war die Fragestellung an Kanzleramtsminister Peter Altmaier beim Unternehmertag in Buchholz, aber mit Spannung erwartet wurde natürlich eine Einschätzung des Merkel-Vertrauten zu den Folgen der Trump-Wahl in den USA. Es sei wichtig, dass der künftige Präsident erkenne, dass eine „Wertegemeinschaft“ Deutschland und die USA verbinde: „Diese Werte müssen auch in Zukunft entscheidend sein.“

Mit Blick auf die Populisten im eigenen Land sagte Altmaier: „Wir leben im schönsten und besten Deutschland, das wir je hatten.“ Vor allem das vereinigte Europa habe für „Jahrzehnte ungebrochenen Glücks“ gesorgt: „90 Prozent aller anderen Länder beneiden uns.“

Gleichwohl gebe es Herausforderungen, die man angehen müsse, vor allem Digitalisierung und Globalisierung. „Es wird selbstfahrende Autos geben, und wir alle werden es noch erleben“, ist sich der Minister aus dem Saarland sicher. Wichtig sei, dass bei dieser Entwicklung die Wertschöpfung in Deutschland bleiben müsse.

„Offene Märkte bedeuten mehr Wohlstand für alle“

Und Globalisierung sei für Deutschland nicht Gefahr, sondern Chance. Die heimische Wirtschaft brauche den Weltmarkt, ein Rückfall in Nationalismus und Protektionismus sei daher riskant. Altmaier: „Offene Märkte bedeuten mehr Wohlstand für alle.“

Andererseits müsse Politik auch dafür sorgen, dass sich die Menschen in ihrem heimischen Umfeld wohl und sicher fühlen. Altmaier verwies auf den aufgestockten Hilfsfonds der Bundesregierung für Kommunen, denen es an Geld für die Behebung von Infrastrukturproblemen fehlt. „Wir haben noch viel zu tun“, so der Minister.