Kandidaten stürzen sich munter ins Wahlgetümmel

Foto: WNM

Duisburg.. Da hört man die Nachtigall aber schon kräftig durch den Wahlkampf-Wald trapsen, wenn nicht stampfen.

SPD-OB-Kandidat Sören Link unterstützt per flugs formulierter Solidaritäts-Pressemitteilung geradezu vor-oberbürgermeisterlich seine in Amt und Würden befindlichen „Kollegen“ aus den Revierstädten in ihren Klagen über die Lasten des Soli-Ost und in ihrer Forderung nach dem Aufbau Ruhr. Link zeigt sich bewusst auf der Polit-Bühne.

Nicht anders macht’s Petra Vogt. Man kann darüber mutmaßen, warum die streitbare Frontfrau der CDU lieber die Finger von einer (aussichtslosen?) OB-Kandidatur lässt und in die Landespolitik will. Aber als designiertes „Gesicht“ des Duisburger CDU-Landtagswahlkampfs soll sie eine hervorgehobene Rolle spielen und knöpft sich mit SPD-Innenminister Jäger gleich ihren lokalen Hauptgegner vor. Für dessen Forderung, die Sparkassen stärker zur Haushaltssanierung der armen Mutterstädte in die Pflicht zu nehmen, gibt’s eine prompte bissige Absage der Neudorferin. Ob die CDU ebenso kampfesmutig in die OB-Wahl geht, ist ungewiss. Nicht mal Gerüchte gibt es über eine(n) Bewerber(in). Nein, es wird nicht Sparkassen-Chef Tomalak.

In Duisburg geht es finanziell ums Ganze

Dass die Sparkasse sich übrigens jetzt nicht länger zieren will, Teile ihrer Gewinne an die klamme Stadt abzuführen, war unausweichlich. Mag sein, dass Jägers ministerielle Worte das bisherige Nein aufweichten. Eine Rolle spielte aber sicher auch , dass SPD-Fraktionschef Mettler jetzt im politisch dominierten Kontroll-Rat der Bank das Sagen hat und Bares forderte.

Zugleich weiß die städtische „Hausbank“ aber auch, dass es für Duisburg jetzt finanziell ums Ganze geht und zeigt sich verantwortungsbewusst. Ihre Millionen versickern nicht im Schuldensumpf, wie mancher kopfschüttelnd meint, sondern ersparen der Stadt und ihren Bürgern einige Kahlschlag-Spar-Millionen. Es sind noch genug andere, die Duisburg dennoch zusammenkratzen muss. Denn bei allem OB- und NRW-Wahl-Getümmel: Es ist Alltag, und der heißt Etatsanierung. Und der Sparkasse bleibt noch genug Gewinn, den sie gezielt für Spenden und Sponsoring einsetzen kann.

 
 

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