Jung-Pilot aus Beeck schrieb Luftfahrt-Geschichte

Bruno Werntgen, dem Flugpionier aus Beeck, ist ein neu erschienenes Buch gewidmet. Foto: privat
Bruno Werntgen, dem Flugpionier aus Beeck, ist ein neu erschienenes Buch gewidmet. Foto: privat

Duisburg.. Bruno Werntgen (1893-1913) war der jüngste Pilot der Fluggeschichte, stammte aus Duisburg und flog vor rund 100 Jahren im Rheinland und in Westfalen. Das zumindest geht aus dem Buch „Tony und Bruno Werntgen – Zwei Leben für die Luftfahrt“ hervor. Autoren sind Paul Wirtz aus Jülich und Ernst Probst aus Wiesbaden.

Erste Versuche mit Eigenkonstruktionen

Als er in Beeck geboren wurde, trug Bruno noch den Familiennamen Buschmann, nach der Scheidung der Mutter deren Mädchennamen. Werntgen erwarb im November 1910 im Alter von 17 Jahren in Berlin-Johannisthal den Pilotenschein. Seine ersten Hopser mit Eigenkonstruktionen hatte er bereits einige Monate vorher ohne Pilotenschein im Taunus unternommen. Von 1910 bis 1913 war Bruno der Held zahlreicher Flugveranstaltungen im Rheinland und in Westfalen, bei denen ihm Tausende von Zuschauern zujubelten.

Seine aus Duisburg-Ruhrort stammende Mutter Antoinette Tony Werntgen (1875-1954) galt als erste Flugzeugfabrikantin in Deutschland, weil sie funktionstüchtige Flugapparate konstruierte. Bruno Werntgen stürzte im Februar 1913 im Alter von 19 Jahren in Bonn-Hangelar mit einer Eigenkonstruktion tödlich ab, die Fabrik der Mutter scheiterte im selben Jahr.

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