Jugendexperte widmet sich jetzt auch der Kultur

Thomas Krützberg wurde als Dezernent für Jugend, Bildung und Kultur gewählt. Foto: Hayrettin Özcan / WAZ FotoPool
Thomas Krützberg wurde als Dezernent für Jugend, Bildung und Kultur gewählt. Foto: Hayrettin Özcan / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool
Thomas Krützberg ist der neue Dezernent für Jugend, Bildung und Kultur. Der bisherige Jugendamtsleiter wird sich künftig auch um Oper, Theater und Co kümmern, kündigt er im ersten Interview an.

Duisburg. Herr Krützberg, vom Amtsleiter zum Dezernenten, fühlt sich das anders an?
Thomas Krützberg:
Noch nicht, aber ich spüre schon jetzt, dass der Erwartungsdruck an meine Tätigkeiten steigt.


Das ist schon eine Karrieresprung, sind Sie ehrgeizig?
Krützberg:
Ja.

Der Ausbau der U 3-Betreuung oder das Handlungskonzept zur Zuwanderung, können Sie vom Stuhl des Dezernenten jetzt mehr erreichen?
Krützberg:
Beides sind Themen, die im Verwaltungsvorstand angekommen sind. Dennoch kann ich vielleicht mit meinen praktischen Erfahrungen mit den bestehenden Schwierigkeiten - insbesondere für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort - dazu beitragen, hier zu schnellen Verbesserungen zu kommen.


Können Sie schon sagen, in welchen Bereichen Sie besondere Akzente setzen wollen?
Krützberg:
Sobald ich einen Überblick über die Brennpunkte, werde ich konkretere Aussagen treffen können. Die Erstellung eines Kulturentwicklungsplanes habe ich als Ziel, die konsensuale Umsetzung des Schulkonsenses auch mit den Eltern, Sicherung der Festival- und Museumslandschaft, NS - Dokuzentrum, bedarfsgerechter Ausbau der Kinderbetreuung: Dies sind nur wenige der aktuellen Herausforderungen. Sehr erfreut bin ich darüber, dass der Erhalt der Opernehe gesichert ist, wenn auch zunächst für drei Jahre und mit Sparvorgaben.


Von allen Seiten gibt es nur Lob und Anerkennung für Ihre fachliche Arbeit, hat Thomas Krützberg auch Schwächen?
Krützberg:
Oh ja, alles andere wäre ja unnatürlich.


Welche denn?
Krützberg:
Ungeduld zum Beispiel.


Bislang waren Sie klarer Anwalt der Jugendpolitik, nun müssen Sie stärker gesamtstädtischer handeln.
Krützberg: Jugendhilfe hat immer Bezug zu den Interessen der gesamten Stadtgesellschaft. Daher war mein Blick schon bisher nicht immer eingeengt und begrenzt. Ich werde zukünftig alles daran setzen, auch die Interessen meines neuen Aufgabengebietes klar zu formulieren und deren Umsetzung einzufordern und zu realisieren.


Jugend und Bildung, das passt zusammen. Aber wie wollen Sie Ihrem zusätzlichen und eher fremden Ressort Kultur gerecht werden?
Krützberg:
Es muss mir zunächst sehr schnell gelingen, mich in das vielfältige Aufgabengebiet im Bereich der „Kulturlandschaft Duisburg“ einzuarbeiten. Ich bin sicher, dass mir hier die hoch kompetente Kulturverwaltung die erforderliche Unterstützung geben wird. Meine Aufgabe wird es dann sein, gemeinsam mit den Kulturtreibenden, der Kulturszene Duisburgs, der Kulturpolitik und der Kulturverwaltung eine optimale Basis für eine vielfältige und interessante Kulturlandschaft in Duisburg zu schaffen und zu sichern .


Gehen Sie jetzt öfter ins Theater oder ins Museum?
Krützberg:
Oh ja.


Was macht Thomas Krützberg in seiner Freizeit?
Krützberg:
Familie, Literatur, Sport-Konsument.

 
 

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