Duisburg

Ist der Nahverkehr in Duisburg wirklich so schlecht? Drei Negativ-Beispiele

Das Nahverkehrs-Angebot in Duisburg ist dürftig.
Das Nahverkehrs-Angebot in Duisburg ist dürftig.
Foto: Michael Dahlke / Funke Foto Services
  • Eine Studie belegt: Duisburg hat eins der miesesten Nahverkehrs-Angebote Deutschlands
  • Schlechter schneidet bundesweit nur Köln ab
  • Drei Beispiele, warum die Studie recht hat

Duisburg gehört zu den Städten mit dem bundesweit schlechtesten Nahverkehr. Das ergab eine Studie des Berantungsunternehmens Civity im Auftrag der „Zeit“.

Die Studie rechnete alle Abfahrten von Bussen und Bahnen zusammen und teilte sie durch die Zahl der Einwohner.

Vorletzter Platz im deutschlandweiten Vergleich

Am schlechtesten der mehr als 50 getesteten Städte schneidet Köln ab, Duisburg belegt den vorletzten Platz.

Stimmt das? Hat Duisburg so einen miserablen ÖPNV?

Drei Beispiele:

Hotspot Innenhafen? Da weiß die DVG wohl noch nix von. Die nächste Straßenbahn-Haltestelle ist 20 Minuten Fußmarsch entfernt. Immerhin gibt es abends ja noch alle halbe Stunde einen Bus. Ab 0:10 Uhr fährt aber gar nichts mehr und du kannst 30 Minuten zum Bahnhof laufen.

Schon mal auf einem Festival oder beim Sommerkino im Landschaftspark Nord gewesen? Dann viel Spaß auf der Rückfahrt. Dort fährt die 903 als einzige Straßenbahnlinie selbst am Wochenende ab 21 Uhr nur dreimal, ab 22 Uhr sogar nur noch zweimal die Stunde. Ab 0:51 Uhr dann heißt es: Taxi!

Einkaufen bei Ikea ohne Auto? Bloß nicht in Duisburg! Erst mit dem Bus, dann mit der Bahn brauchst du eine halbe Stunde zum Hauptbahnhof. Selbst zum Ikea Essen am Limbecker Platz geht es schneller (24 Minuten).

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