Duisburg

Irre Reise! Duisburger fährt mit Fahrrad 15.000 (!) Kilometer nach China – und muss vor einem Braunbär flüchten

Max und Nono radeln für den guten Zweck von Deutschland nach Peking.
Max und Nono radeln für den guten Zweck von Deutschland nach Peking.
Foto: Biking Borders

Duisburg. Bei minus 23 Grad auf dem Fahrrad durch die Türkei, in der Nacht auf der Flucht vor einem Braunbär und ganz viele besondere Erfahrungen der Gastfreundschaft durch Einheimische – es ist eine unglaubliche Reise, die Max Jabs aus Duisburg und Kumpel Nono Konopka auf sich nehmen.

Die beiden Studenten radeln unter dem Motto „Biking Borders“ von Deutschland nach Peking. 15.000 Kilometer radeln für einen verdammt guten Zweck. Im vergangenen September gestartet, wollten sie mit ihrem Projekt Spenden für den Bau einer Schule in Guatemala sammeln.

Duisburger radelt mit Kumpel nach China für den guten Zweck

Nach über 6000 Kilometer auf dem Rad sind Max aus Duisburg und Kumpel Nono in Irans Hauptstadt Teheran angekommen. Neben unvergesslichen Erlebnissen haben die beiden Abenteurer schon jetzt ihr Ziel realisiert. Mehr als 53.000 Euro sind zusammengekommen, der Bau einer Schule in Guatamela kann schon jetzt realisiert werden.

„Von so einer Unterstützung haben wir natürlich geträumt. Ehrlich gesagt sind wir überwältigt. Vor allem in harten Momenten, bei minus 23 Grad und Schneetreiben ist es die beste Motivation, die wir uns vorstellen können“, erzählt Max nicht ohne Stolz.

Doch jetzt aufhören, das kommt für die beiden nicht in Frage. Sie wollen mehr! „Wir haben uns entschlossen weiter zu radeln, um eine weitere Schule zu bauen“, erklären Max und Nono.

------------------------------------

• Mehr Themen:

Duisburger radelt 15.000 Kilometer nach Peking – aus einem verdammt guten Grund!

Amazon: Stiftung Warentest warnt – deshalb solltest du nicht auf die Bewertungssterne vertrauen

• Top-News des Tages:

Ratte steckt in Gulli fest - und beschäftigt acht Retter

Toter Wal mitten im Dschungel entdeckt: Forscher stehen vor Rätsel

-------------------------------------

Schon jetzt haben sie wohl genug Gesprächstoff, um noch ihren Enkeln von der Reise zu berichten. „Wir haben so viele unglaublich schöne und bewegende Momente erleben dürfen. Von abgelegenen Landschaften, Gastfreundschaft von Fremden und dem Support von allen Leuten, die an uns glauben“, berichtet Max. Vor allem die Gastfreundschaft beeindruckt ihn. Immer wieder werden sie von wildfremden Menschen zum Essen eingeladen, bekommen ein Bett zum Übernachten. „Die Menschen, die am wenigsten haben, geben am meisten“, ist ihre Erfahrung.

Die Bilder der Reise sehen atemberaubend aus. Kein Wunder, dass sie sogar einen Film planen. Mit dem Rad ging es durch die türkische Wüste. „So abgeschnitten von der Außenwelt waren wir noch nie. Ganze vier Tage radeln wir durch die Wüste, sehen keine Menschenseele und sind komplett auf uns allein gestellt.“ Am zweiten Tag fing es an zu schneien und die beiden suchten Unterschlupf in einer verlassenen Karawane. „Als wir morgens aufwachen, ist der Schneesturm vorbei und wir können kaum glauben, wie beeindruckend die Landschaft um uns herum ist.“

Flucht vor Braunbär

Auf dem Weg durch den Balkan wurden die beiden Camper nachts von einem Braunbär überrascht, der sich vor ihrem Zelt herumtrieb. Mit lauter Elektromusik und einer aus einem Selfiestick selbstgebastelten Fackel flohen sie an die nächstgelegene Straße, wo die Polizei die beiden Wildcamper aufgriff und in einer verlassenen Fischerhütte unterbrachte. Es sind Geschichten wie diese, die die Reise zu etwas Besonderem machen.

Unglaubliche Eindrücke der Reise von Max und Nono

Immer wieder müssen sie sich aber auch aufs Neue motivieren. Auch wenn sie schon über 6000 Kilometer auf dem Rad hinter sich haben, Fahrradfahren ist eigentlich gar nicht wirklich ihr Ding. Das hat sich auch nicht geändert, erzählen die beiden. „Doch wir wissen, warum wir das alles tun.“

Von Peking nach Guatemala

Direkt nach Ankunft in Peking in diesem Sommer soll es nach Lateinamerika gehen, um die Schule zu besichtigen, für die sie aktuell so fleißig strampeln. Spätestens dann werden sie hautnah erleben, wofür sie sich so manchen kalten Morgen aus dem bequemen Schlafsack gequält und sich bei Minustemperaturen aufs Rad geschwungen haben.

Hier kannst du für Biking Borders spenden.

 
 

EURE FAVORITEN