Investoren halten weiter an Duisburger Outlet-Plänen fest

Ingo Blazejewski
Robin de Groot vor den Säulen des Stadttheater in Duisburg - Er ist Mit-Investor des geplanten Outlet Center "Douvil" , das in Duisburg-Hamborn entstehen soll.
Robin de Groot vor den Säulen des Stadttheater in Duisburg - Er ist Mit-Investor des geplanten Outlet Center "Douvil" , das in Duisburg-Hamborn entstehen soll.
Foto: FUNKE Foto Services
Als Douvil-Gesellschafter und Mit-Investor übernimmt Robin de Groot jetzt die Leitung des Millionen-Projekts: Gasdichte Folien sollen das Störfall-Problem lösen.

Duisburg. Wenn er es nicht schafft, das Factory Outlet Center doch noch zu verwirklichen, dann gibt es niemanden mehr, den er nach vorne schieben könnte: Jetzt übernimmt der Mit-Investor, Gründer und Gesellschafter der Douvil GmbH selbst die Leitung des Projekts. Robin de Groot lässt keinen Zweifel daran, seine FOC-Pläne durchsetzen zu wollen. „Es gibt keinen Weg zurück. Wir haben so viel Arbeit und Geld in das Projekt gesteckt, das so viel wert und so gut ist, dass es realisiert werden muss“, sagt der 61-jährige Niederländer aus Enschede.

Mehr als acht Millionen Euro habe man bereits in die Pläne gesteckt; keine Bankenkredite, sondern Risikokapital, das meiste davon aus der eigenen Tasche. Das Verfahren habe jetzt schon „viel zu lange“ gedauert. „Den größten Druck haben wir selbst, jeder Tag kostet uns Geld.“ Nach den diversen personellen Wechseln kommt Robin de Groot zu dem Schluss: „Das Beste ist, wir machen es selbst.“

Erst am Dienstag habe es ein großes Treffen im Rathaus gegeben, die Stimmung sei „absolut positiv“ gewesen, sagt de Groot. Douvil und die Stadt seien Partner, „quasi verheiratet“, es habe zwischenzeitlich „eine Ehekrise“ gegeben, beide Seiten hätten Fehler gemacht, jetzt aber gehe es darum, das „letzte Puzzlestück“ zu setzen.

„Ganz einfach, ganz teuer“

Für den problematischen Störfall-Abstand hält er an der Lösung fest, die bereits die Runde machte: Gasdichte Folien sollen im Ernstfall wie Markisen die Gassen des Einkaufsdorfes überspannen, sie sollen vollautomatisch ausfahren, falls Sensoren vor dem Grillo-Gelände anschlagen. Dadurch würde genug Zeit bleiben, die offenen Bereiche zu entfluchten, Mitarbeiter würden entsprechend geschult.

„Ganz einfach, ganz teuer“, schiebt de Groot zu der Lösung hinterher, die einige Millionen Mehrkosten verursachen würde. Die Garantie der Folien-Hersteller liege vor und werde jetzt an die Stadt übermittelt, zudem will man das FOC an der Front zu Grillo auch baulich dicht gestalten. Auch beim Verkehrsgutachten werde nachgebessert.

In den nächsten anderthalb Monaten hoffe man auf das Okay der Stadt zu sämtlichen 14 Gutachten, Ende Februar dann im Rat auf die Offenlage der Pläne und noch vor der Sommerpause auf den endgültigen Satzungsbeschluss. „Es geht nicht nur um unser Geld, es geht auch um die Ehre und die Entwicklung dieser Stadt“, sagt de Groot.