Investitionen in Duisburger Drahtwerk

Auch NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat schon die neue Drahtstraße besichtigt.
Auch NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat schon die neue Drahtstraße besichtigt.
Foto: WAZ FotoPool
Arcelor-Mittal will nach dem Neubau einer Drahtstraße in Duisburg-Ruhrort den alten Standort im Stadtteil Hochfeld im Jahr 2017 komplett räumen.

Duisburg.. „Bis 2017 wird das Werksgelände in Hochfeld geräumt sein.“ So steht es Schwarz auf Weiß in der Mitarbeiterzeitung von Arcelor-Mittal. Nach dem Neubau einer hochmodernen Drahtstraße in Ruhrort blieben zunächst noch einige Werkseinrichtungen am alten Draht-Standort, der in den nächsten Jahren zu einem Quartier für Grün, Wohnen, Gewerbe und Freizeit umgestaltet werden soll.

Diese Planungen gehören zur langfristigen Strategie der Duisburger Stadtplaner, vor allem die attraktiven Lagen am Wasser, die in der Vergangenheit vielfach von der Industrie genutzt wurden, verstärkt auch für hochwertiges Wohnen zu nutzen. Mit „Duisburg an den Rhein“ ist ein Teil dieser Planungen überschrieben, aber auch Lagen an Seen sind im Blick der Stadtentwickler. Ein Beispiel ist ein Teil des Bahn-Geländes in Wedau mit der unmittelbaren Nähe zur Sechs-Seen-Platte.

In Ruhrort will Arcelor-Mittal 500 000 Tonnen hochwertigen Walzdraht pro Jahr produzieren. Abnehmer ist unter anderem die Automobil-Industrie.Produktionsmenge und Qualität sind inzwischen fast wunschgemäß. Schwachstellen, die sich beim Hochfahren der komplexen Anlage gezeigt haben, sollen nun beseitigt, die Drahtstraße weiter optimiert werden.

Wettbewerbsvorteile durch die neue Anlage

Insgesamt rechnet man bei Arcelor-Mittal in Ruhrort mit einem Investitionsbedarf von etwa 13 bis 15 Millionen Euro. Dabei geht es zum einen um Verbesserungen in der Produktion, zum anderen aber auch um Energieeinsparungen und damit auch um Kostenminderung.

Neu gebaut werden soll am neuen Drahtstraßen-Standort ein Hochregallager, um die Lagerkapazitäten um 10.000 bis 12.000 Tonnen zu erhöhen. Fertigmaterial in ähnlicher Größenordnung soll darüber hinaus extern ausgelagert werden.

Mit diesen Maßnahmen wolle man die Wettbewerbsvorteile durch die neue Anlage ausbauen, erklärt das Unternehmen. Und verweist zugleich auf die Konkurrenz, die keineswegs schlafe. „Voest-Alpine baut in Linz die fortschrittlichste Drahtstraße der Welt“, heißt es in der Arcelor-Mittal-Zeitschrift für die Mitarbeiter, und auch der niedersächsische Stahlkonzern Salzgitter plane „ähnliche Investitionen“.

 
 

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